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Re: Stromkreis überwachen

Verfasst: 19.01.2017, 20:46
von Xel66
Daimler hat geschrieben:Und genau dann ist die Batterie des SCI leer, was dieses Trümmerteil nat. vorher nicht gemeldet hat. :lol:
Gibt es diesbezüglich Probleme? Ich hatte zwar auch schon mal eine leere Batterie da dran, weiß aber nicht, ob es gemeldet wurde. Alternativ tut es dann ein parallel angelöteter magnetischer TFK.

Gruß Xel66

Re: Stromkreis überwachen

Verfasst: 19.01.2017, 21:34
von Daimler
Hi,

Ich habe bei mir schätze einmal alle lieferbaren HM Bat-Aktoren / Sensoren im Einsatz (gehabt).
Und gerade zu den TFKs, DGKs und SCIs ist in den letzten Jahren eine wahre Hassliebe entstanden.

Die SCIs habe ich mittlerweile auf sep. Spanungsversorgung umgestellt - trotzdem sind da 2 (wenig genutzte) dabei, die regelmäßig eine Komm-Störung (ist) hervorrufen, weil sie sich angeblich nicht gemeldet haben - einmal betätigt ist die Meldung nat. fort!
Alles versucht - Werksreset, neu und drüber anlernen... nix :twisted:

Die TFKs und DGKs (nat. per Batterien versorgt), die Meldungen Auf / Zu verschlucken, kein LowBat übermitteln und ich erst durch eine Komm-Stöung auf die leeren Batterien aufmerksam werde.

Über die durch Batteriewechsel gehimmelten (nicht wieder belebbaren) TFKs und die falschen Zustände beim Neustart (aller 3 Genannten) will ich jetzt keine neue Diskussion anzetteln.
Xel66 hat geschrieben:Alternativ tut es dann ein parallel angelöteter magnetischer TFK
Und welcher hat im Zweifelsfalle Recht? :lol:

Aber genug OT.
Was hilft das Alles, wenn - trotz eigener USV (an der alle relevanten Geräte hängen) und Backuplösung über LTE - die Spannung im ganzen Gebiet incl. Funkmast unten ist. :wink:
Führt aber jetzt zu weit. :roll:

Re: Stromkreis überwachen

Verfasst: 20.01.2017, 02:34
von homematic_fan
Also wenn ein Strommeßaktor vorhanden ist und keine Hardware gebastelt werden soll, dann würde ich das folgendermaßen lösen. Du schreibst ein Programm, das zyklisch, z.B. jede Minute den Aktor in den Zustand schaltet, den der Aktor gerade hat, so daß sich an seinem aktuellen Schaltzustand nichts ändert. Ein Schaltbefehl ohne Wirkung sozusagen. Dabei wird ein Funksignal ausgesendet, das vom Aktor quittiert wird. Falls der Aktor gerade keine Spannung hat, kann er nicht quittieren und es wird eine Servicemeldung "Gerätekommunikation gestört" erzeugt. Mit einem Script wird nun geprüft, ob der zu überwachende Strommessaktor eine solche Servicemeldung erzeugt hat oder nicht und falls ja ist das bei einer sicheren Funkverbindung ein hinreichend sicheres Indiz, daß der Strommessaktor keine Spannung mehr hat. In diesem Fall wird eine Alarmmeldung erzeugt oder eine andere Aktion ausgelöst. Anschließend wird die Servicemeldung gelöscht.

Die Lösung unterscheidet sich von den bisher diskutierten dadurch, daß die Überprüfung des Aktors bzw. Stromkreis nicht zufällig erfolgt, wenn der Strommmessaktor gerade seine Werte senden will, sondern durch den Schaltbefehl erzwungen wird. Durch die Zykluszeit kann festgelegt werden, wie schnell ein Stromausfall gemeldet wird. Natürlich sind hier Grenzen gesetzt, weil bei einer sehr kurzen Zykluszeit der zulässige "Duty-Cycle" ins Spiel kommt. Die Sicherheit der Funkverbindung läßt sich im vornherein prüfen durch Auslesen der RSSI Werte. Wenn die hoch genug sind, dann kann man nach meiner Erfahrung praktisch von einer 100%igen Übertragungssicherheit ausgehen, sofern Aktor und Antenne ortsfest sind.

Wie das Script genau aussehen muß, das wäre noch herauszufinden. Aber es gibt im Forum schon Script-Beispiele die sich mit Servicemeldungen beschäftigen, z.B. um Mails zu verschicken. Dort könnte man sich zumindest abschauen, wie man auf die Bestandteile einer Servicemeldung zugreift.

Grüße
HM-Fan

Re: Stromkreis überwachen

Verfasst: 20.01.2017, 13:05
von RealWinny
Jupp, so oder so ähnlich werde ich es wahrscheinlich lösen. Aus meiner Sicht ist das auch eine hinreichende Lösung.

Muss man dazu eigentlich zwingend eine Messsteckdose verwenden? Einen Schaltbefehl könnte ich doch auch an eine Schalt- oder Dimmersteckdose schicken.

Um aber auch nochmal die Unreach-Möglichkeit ins Spiel zu bringen: Eine Messsteckdose meldet sich also wohl alle 2-3 Minuten von sich aus. Wie schaut es denn hier bei den Schalt- oder Dimmsteckdosen aus? Melden die auch frequentiert etwas (Überhitzungsstatus oder so) und weiß jemand, wie oft bzw. in welchen Zeitabständen das passiert?

Re: Stromkreis überwachen

Verfasst: 20.01.2017, 13:46
von dondaik
bei dem funkverkehr ist die lösung für mich eher mangelhaft ..

Re: Stromkreis überwachen

Verfasst: 21.01.2017, 02:20
von homematic_fan
RealWinny hat geschrieben:Muss man dazu eigentlich zwingend eine Messsteckdose verwenden? Einen Schaltbefehl könnte ich doch auch an eine Schalt- oder Dimmersteckdose schicken.
Das wird auch mit einem einfachen Schaltaktor funktionieren. Ausprobiert habe ich es allerdings nur mit einem Funkschaltaktor mit Leistungsmessung.
RealWinny hat geschrieben:Wie schaut es denn hier bei den Schalt- oder Dimmsteckdosen aus? Melden die auch frequentiert etwas (Überhitzungsstatus oder so) und weiß jemand, wie oft bzw. in welchen Zeitabständen das passiert?
Bei meinen Funkschaltaktoren zeigen nur die mit Meßfunktionen regelmäßig eine Aktualisierung an, so alle 2-3 Minuten. Es ist aber nicht so, daß die CCU bei einem einzelnen ausgefallenen Aktualisierungs-Zyklus gleich einen Kommunikationsfehler anzeigt. Das macht sie erst, wenn ca. 3 aufeinanderfolgende Zyklen ausgefallen sind, etwa so nach 10 Minuten.

Zum Funkverkehr: Wenn man vom Ausfall eines Stromkreises relativ zeitnah erfahren möchte, z.B. innerhalb von 60 Sekunden, dann müßte der "unwirksame Schaltbefehl" jede Minute einmal gesendet werden. Das macht einschließlich Quittung 120 Nachrichten pro Stunde. Im FHEM Forum sagen sie ( https://wiki.fhem.de/wiki/1%25_Regel ), daß das Homematic System etwa 1600 Funk-Nachrichten / Stunde übertragen kann bis die Duty-Cycle-Begrenzung wirksam wird . Wenn ich diesen Wert richtig interpretiere, dann muß man diesen Wert noch mit der Anzahl der Funkantennen (Funk-LAN-Gateway) multiplizieren, um auf die Gesamtzahl der Nachrichten / Stunde zu kommen, die in einem Homematic-System insgesamt möglich sind. Bei vier Antennen (z.B. eine in jeder Etage eines Einfamilienhauses) wären das 6400 Nachrichten / Stunde bei angenommener Gleichverteilung auf alle Antennen. Gegenüber den 6400 möglichen sind 120 Nachrichten für die Überwachung eines Stromkreises keine große Belastung, aber zu vernachlässigen ist die Last eben auch nicht. Eine Standardmethode zur Stromkreisüberwachung ist diese Lösung also nicht. Aber in Ausnahmefällen, wenn z.B. im Schaltschrank absolut kein Platz mehr frei ist für ein 230V Relais und/oder alle Schaltereingänge des Homematic-IO-Moduls belegt sind und die Überwachung eines Stromkreises nötig ist, weil irgendein wichtiges Gerät dort angeschlossen ist, dann würde ich auf solche Lösungen durchaus zurückgreifen.

Grüße
HM-Fan

Re: Stromkreis überwachen

Verfasst: 21.01.2017, 03:56
von twoxx
RealWinny hat geschrieben:Hallo zusammen,

ich habe ein Problem, bei dem ich nicht so ganz weiterkomme. Ich möchte einen bestimmten Stromkreis im Haus (230V Schuko) überwachen und eine Meldung erhalten, sobald der Stromkreis keinen Strom mehr hat. Eine Bastellösung wäre natürlich, dies per Relais/Spule und der Homematic Funk-Schließerkontaktschnittstelle zu realisieren. Ich frage mich jedoch, ob das nicht direkt mit einer Homematic-Komponente funktionieren könnte.

Wenn ich beispielsweise eine Schalt- oder Messsteckdose einfach an den zu überwachenden Stromkreis hänge, müsste ich nur noch in Erfahrung bringen, ob dieser Aktor/Sensor Strom bekommt oder nicht. Kann ich den Status eines Gerätes automatisiert periodisch abfragen? Im Falle eines Stromausfalles auf dem betroffenen Stromkreis würde das Gerät dann natürlich nicht mehr erreichbar sein. Dies soll dann einen Alarm auslösen. Funktioniert das irgendwie abgesehen von den typischen Statusmeldungen (Kommunikation gestört, etc.), die nur leider viel zu zeitverzögert kommen?

Oder hat jemand eine ganz andere Idee?

Vielen Dank für Input!
Hallo!

Ich gehe davon aus das du an der schuko-steckdose irgendwelche verbraucher anschliesst, die ihrerseits entweder per externem oder internem netzteil mit gleichstrom versorgt werden.

Es gibt von homematic einen sensor der den zustand in einer leitung erkennt. Also ob und welche stromimpulse in einer leitung vorhanden sind.
http://www.myhomematic.de/product_info. ... cts_id=224

Hm-sen-ep
Der sensor selbst ist dafür natürlich batteriebetrieben und funkt autark.
Damit müsste dein vorhaben lösbar sein

Re: Stromkreis überwachen

Verfasst: 21.01.2017, 10:03
von Daimler
Hi,

ich zitiere einmal die BA dieses Sensors:
Der Funksensor wertet berührungslos eine programmierbare Anzahl von elektrischen Gleichstromimpulsen in Leitungen aus und steuert bei Erkennen der zuvor gelernten Impulsfolge einen HomeMatic-Aktor bzw. die HomeMatic-Zentrale an.

Re: Stromkreis überwachen

Verfasst: 21.01.2017, 10:24
von Samson71
Daimler hat geschrieben:Der Funksensor wertet berührungslos eine programmierbare Anzahl von elektrischen Gleichstromimpulsen in Leitungen aus...
Moin Günter,

wo ist das Problem? Arbeiten normale Steckdosen etwa nicht mit 230V Gleichstrom? :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
Der weitere Hinweis in der Artikelbeschreibung auf die gedachte Garagentorsteuerung wurde da wohl auch geflissentlich überlesen. Aber vielleicht dachte er ja, dass die Autobatterie auch 230V liefert :?:

Re: Stromkreis überwachen

Verfasst: 21.01.2017, 11:25
von Daimler
Hi Markus,

:lol:
Aber viel. kann man ja eine Sequenz von 50 Hz einstellen und ihm dazu noch sagen 'Sende, wenn nicht'!