RGB LED Strips per DMX artNet und HM verbinden

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diehappy
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RGB LED Strips per DMX artNet und HM verbinden

Beitrag von diehappy » 19.11.2014, 08:21

Hi,
ich habe 4 RGB LED 12V 5050 LED Stripskreisläufe (je ca. 20m) und würde diese gerne per Homematic und Mediola steuern. Direkt wird von Mediola der DMX4ALL Artnet 4 Dimmer unterstützt. Der reicht aber nicht aus. Jetzt die Frage: hat jemand die 6er oder 9er Version in Homematic und/oder Mediola in Betrieb genommen? Was brauche ich da alles zu?

1000 Dank
Diehappy

ayngush
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Re: RGB LED Strips per DMX artNet und HM verbinden

Beitrag von ayngush » 19.11.2014, 13:56

Hallo,

von Mediola habe ich keine Ahnung, kann darüber also nichts sagen.

Aber Art-Net ist Art-Net, sprich: HomeMatic kann Art-Net über CUxD sprechen und alle Art-Net fähigen Geräte können darüber angesprochen werden.
Also brauchst du neben der CCU, das CUxD AddOn und ein wenig Konfigurationsarbeit...

Wenn ich das jedoch richtig verstehe hast du 4 * 20 Meter, also insgesamt 80 Meter RGB LEDs?
Erstmal: Respekt.
Dann: Du solltest ohnehin mindestens alle 5 Meter neu einspeisen, ansonsten laufen dir bei 20 Metern die Farben aber so was von auseinander... und am besten speist du auch immer an beiden Enden eines 5-Meter Strangs ein, da das schon grenzwertig lang ist für eine einseitige Einspeisung... Zudem wirst du keinen Controller auf der Welt finden, der alleine 80 Meter RGB-Stripe stemmen kann. Die Ströme, die da fließen, sind schon bei "normalen" Dimensionen abartig hoch.

Was Bedeutet das jetzt: Ich würde mir einen Art-Net <-> DMX Node holen (gibt es bei Ulrich Radig als Bausatz für 36 EUR + Gehäuse und Netzteil und Anschlüsse oder bei DMX4ALL als fertiges Gerät für 190 EUR + Netzteil + Anschlüsse)
Und dann für jeweils 5 Meter RBG-Stripe einen DMX-RGB Controller (gibt es wiederum bei Ulrich Radig als SMD-Bausatz für 15 EUR pro Controller zzgl. Anschlüsse und Anschlussleitung... oder als fertiges Gerät bei DMX4ll für knapp 30 EUR pro Controller)
Dazu benötigst du dann noch ausreichend große und ausreichend viele Netzteile. Entweder für jeden RGB-Controller ein eigenes, etwas kleineres Netzteil, welches 5 Meter RGB-Stripe versorgen kann, oder für jeweils 4 RGB-Controller, also für "ein 20 Meter Segment" ein großes Netzteil (200 Watt? Sind das 150 oder 300 5050-LEDs auf 5 Meter?), welches dann mit entsprechend "dicken Tampen" zu den 4 RGB Controllern geführt wird.

Wenn du die RGB-Stripes bereits im Einsatz hast, wie betreibst du die denn aktuell? Welche Leistung hat das Netzteil und der oder die Controller dafür?

Grüße

diehappy
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Re: RGB LED Strips per DMX artNet und HM verbinden

Beitrag von diehappy » 20.11.2014, 10:34

Danke für die Rückmeldung.

Ich habe die Stripes noch nicht im Einsatz. Ich denke ich sollte die LED Kreise genauer beschreiben:
Kreis 1: Indirekte RGB Beleuchtung der Decke. Dies sind ca. 20m (Zuleitungs mitte, dann 10m links + 10m rechts). Hierfür wird ein 400W 12V Netzteil verwendet, was den RGB Controller speist. Alle 5m hatte ich vor einen RGB Verstärker zu setzen, die ebenfalls durch das Netzteil gespeist werden (separate Zuleitung). Du sprichst von Controllern, aber ich vermute Du meinst Verstärker. Den Controller brauch ich doch nur einmal und verstärke dann die Signale.

Kreis 2: das gleiche für eventuelle beleuchtete Fußleisten. Bin mir noch nicht sicher, ob ich das mache

Kreis 3: sind 5x 2m RGB LEDs in Regalen. Für diese steht ein 120W Netzteil bereit. Hier habe ich eine zentrale Zuführung und verteile dann auf 5 Anschlüssstränge. Hier werde ich wohl 2 Verstärker setzen

Kreis 4: 2x ca. 4m RGB LEDs für eine Beleuchtung der Bar (Netzteil kommt)

Kreis 5: ca. 20m warmweiße 12V LED. Netzteil ist hier ein 12V 120W

Im Schaltkasten ist es jetzt so gelegt, das ein 12/7er Modul über Relais die Netzteil an und abstellt. Habe ich da ein Problem, wenn die Controller längere Zeit ohne Strom sind? Nicht, dass sich da irgendwelche Einstellungen löschen.
Schrank.jpg

ayngush
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Re: RGB LED Strips per DMX artNet und HM verbinden

Beitrag von ayngush » 20.11.2014, 12:30

Nö, ich meinte das schon genau so, wie ich das geschrieben habe: Controller alle 5 Meter und die Segmente trennen um mit geringeren Strömen arbeiten zu können!
Denn das sind das bei den 400 Watt Netzteilen bis zu 33 Ampere... da muss du schon richtig dicke Leitungen für verwenden. Und Gleichspannung und Leitungslänge ... ist immer so eine Sache.

Meine Idee ist: Wenn du nur 5 Meter Segmente hast und für jedes Segment einen eigenen Controller verwendest (anstelle der Verstärkernummer), dann brauchst du nur einen DMX-Bus (Cat 6 / 7 Netzwerk) zwischen diesen Controllern zu ziehen und die dann viel kleinere Stromversorgung mit geringeren Leitungsquerschnitten über wenige cm nah an den Controller und der Stripe-Einspeisung setzen, anstatt diese irrsinnig langen Wege der Gleichspannung zuzumuten, die Länge halt hasst wie der Teufel das Weihwasser (Leistungswiederstand), und diese aberwitzig hohen Ströme zu verwenden.

Diese Verstärker finde ich deswegen nicht so klasse, da sie das vorhandene PWM-Signal "aufgreifen" und das unterliegt ja bereits großen Verlusten nach 5 Metern im Stripe... Der DMX Bus mit mehrere Controllern hat den Vorteil, dass immer ein "frisches" PWM-Signal erzeugt wird. Bei 5 Metern musst du übrigens auf jeden Fall beidseitig einspeisen oder damit leben, dass am Ende eines Stripes die Farben dunkler sind... Sind Erfahrungswerte, ich habe 15 Meter RGB Stripes mit 60 LEDs pro Meter in der Wohnzimmerdecke und 4 Meter hinterm Fernseher...

Niemals würde ich übrigens einfach zwei 5 Meter Stripes zu einen 10 Meter Segment zusammen löten, das brennt ab, da fließen viel zu hohe Ströme durch viel zu dünne Leiterbahnen! Hatte so ein "Erlebnis" mal mit einen Stripe hinterm Fernseher mit schlechter Montage... (leicht eingeknickten Leiterbahnen an einer Stelle) Das hätte beinahe gebrannt, stark verschmort war die Stelle bereits. Zum Glück ging der Stripe dadurch kaputt und ich konnte, durfte musste das Ganze dann auswechseln und habe mir ein besseres Konzept dafür "abgeschaut". Aber das passiert halt, wenn zu viel Strom durch zu viel Widerstand will, erst wird es warm, dann heiß und dann brennt der Mist.

Ich würde mir halt ein Konzept überlegen, was darauf basiert die 5 Meter Segmente als Einzelsegmente zu betrachten und wie ich in der Folge dann die Stromzufuhr so um das ganze Theater verteilt bekomme, dass ich mit geringeren Lasten und damit mit geringeren Leitungsquerschnitten auskomme. Das mit den Verstärkern kannst du probieren aber sei nicht enttäuscht, wenn es nicht so klappt, wie gedacht.

Die Netzteile direkt mittels eines Aktors zu schalten ist übrigens auch nicht so klasse, da fließen wiederum sehr hohe Einschaltströme, da würde ich auf jeden Fall zu einen "Schütz" (Einschaltstrombegrenzer) vor jedem Netzteil raten.

Wie sich die verschiedenen Controller / Art-Net Nodes bei längerer Stromversorgungsunterbrechung verhalten weiß ich auch nicht. ich selber habe halt die Sache von Ulrich Radig im Einsatz, da ist es so:
Der Art-Net Node fährt im gesamten DMX-Universum bei Spannungsrückkehr ein zuvor konfiguriertes Level an, das kann auch "Aus" sein. Einstellungen vergisst er nicht, die sind im EEPROM gespeichert.
Die DMX-RGB-Controller blinken einmal Rot - Grün - Blau durch. Das kann man nicht so ohne weiteres konfigurieren, es gibt eine Firmware, die dieses Verhalten nicht hat, die kann man aber nur mit einen Programer auf den Mikrochip übertragen.

Wie sich die Geräte von DMX4ALL verhalten müsstest du dort mal erfragen.

Grüße

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