HomeMatic, CCU-Historian und FreeNAS

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HomeMatic, CCU-Historian und FreeNAS

Beitrag von JPS » 21.01.2012, 16:57

Auch wenn dies hier zwischenzeitlich ein "Legacy-Thema" ist, habe ich die wesentlichen Aspekte und Schritte parallel auf meiner Hausautomations-Internetseite zusammengefasst.

Aktuell (Juni 2015) betreibe ich den Historian auf einem Raspberry Pi 2 Model B, der die Grafiken ganz ordentlich darstellen kann. Wie es funktioniert, habe ich in meinem Blog in einem kurzen Tutorial zusammengefasst: "HomeMatic – CCU-Historian auf einem Raspberry Pi 2 Model B betreiben"


Mit Unterstützung von Mathias habe ich den CCU-Historian auf einem älteren PC, den ich mit dem freien NAS-Betriebssystem "FreeNAS" als "Home-Server" betreibe, zum Laufen gebracht.

In der beigefügte Anleitung ist beschrieben, wie
· ein vorhandener, älterer PC mittels „FreeNAS“ in ein NAS umgebaut,
· dieser bei Bedarf über HomeMatic zeit- und/oder ereignisabhängig hoch und herunter gefahren bzw.
· der CCU-Historian auf diesem System autark betrieben werden kann.
FreeNAS-HomeMatic.pdf
(1.7 MiB) 556-mal heruntergeladen
Zuletzt geändert von JPS am 10.06.2015, 15:12, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: HomeMatic, CCU-Historian und FreeNAS

Beitrag von JPS » 27.01.2012, 00:05

Beim Ausprobieren der neuen Entwicklerversion des CCU-Historians ist mir aufgefallen, dass sich die JAVA-Laufzeitumgebung ab und zu aufhängt, wenn man die config-Datei im laufenden Betrieb speichert.

Vor dem Speichern empfiehlt es sich daher, den CCU-Historian mit "Strg-C" kurz zu beenden und ihn nach dem Speichern wieder zu starten, dann treten keine Probleme auf.

Ansonsten laufen auch die neuen Funktionen des CCU-Historians auf dem FreeNAS-System problemlos.
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Re: HomeMatic, CCU-Historian und FreeNAS

Beitrag von JPS » 28.01.2012, 21:28

Falls eine Abweichung der im CCU-Historian angezeigten Systemzeit zu der Systemzeit des FreeNAS-Betriebssystem auftritt (und damit auch bei den dargestellten Trend-Diagrammen die Zeit verschoben ist), liegt dies wahrscheinlich daran, dass die verwendete Java VM die Zeitzone falsch erkennt.

In diesem Fall hilft folgender Aufruf des CCU-Historians:

Code: Alles auswählen

java -Duser.timezone=Europe/Berlin -jar ccu-historian.jar
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Re: HomeMatic, CCU-Historian und FreeNAS

Beitrag von JPS » 16.02.2012, 00:29

Das Ganze läuft auch perfekt auf einem Igel Thin Client 4210 LX Winestra 5/4 1,0GHz. Diese Geräte zeichnen sich insbesondere durch einen geringen Stromverbrauch und absolut geräuschlosen Betrieb aus.

Die Geräte werden derzeit "in der Bucht" für ca. 30 € angeboten (256MB RAM, 128MB CF "Plattenspeicher"). 128 MB reichen für FreeNAS und Java nicht aus, weswegen ich eine 2 GB-CF-Karte verwende. Den Speicher habe ich mit einem noch vorhandenen 1 GB-DDR2-Modul erweitert, wobei der Igel aber nur 512 MB erkennt (wahrscheinlich kann er physikalisch nur auf eine Seite des Speicherbausteins zugreifen, das wurde im Web schon anderweitig festgestellt).
Das System verbraucht mit einem angeschlossenen USB-Stick gerade mal (gemessen) 17 Watt, mit zusätzlicher externer USB 2,5" HDD ca. 21 Watt.
Dateianhänge
Igel.jpg
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Re: HomeMatic, CCU-Historian und FreeNAS

Beitrag von sambasamba » 16.02.2012, 08:20

Hey, das wäre vielleicht was.
Denn seit ich den Historian installiert habe läuft mein Win7-PC hier 24/7... das muß nicht sein. Stromverbrauch, und natürlich sind Büro-PCs auch nicht dafür ausgelegt (Lebensdauer). Ein Notebook will ich für den Zweck nicht kaufen, denn die sind ja auch nicht auf viele Betriebsstunden ausgelegt.
Aber hilf mal bitte ob das alles so richtig ist:
- auf dem thin client läuft ein Linux, was aber noch installiert werden muß. Alternativ Windows?
- dadrauf die free NAS Software und Historian
- die CF-Karte ist die 'Festplatte', und wer das Teil auch als (langsames) NAS nutzen will hängt eine ext. 2,5"-HD über USB dran.
- Raid hat man nicht, also braucht man noch ne Datensicherung.
- zum Einrichten mußt Du Bildschirm/Tast. dranstecken, später schmeißt Du das Dings in eine Ecke und greifst übers Netz drauf zu.
:?:

Volkmar

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Re: HomeMatic, CCU-Historian und FreeNAS

Beitrag von JPS » 16.02.2012, 15:01

sambasamba hat geschrieben: - auf dem thin client läuft ein Linux, was aber noch installiert werden muß. Alternativ Windows?
- dadrauf die free NAS Software und Historian
Auf dem Thin Client können verschiedene Betriebssysteme installiert werden, Linux geht, Windows XP wohl auch. Bei "mächtigen" Betriebssystemen (Win 7 etc.) wird es Probleme geben, weil das System dafür viel zu schwach ist.

FreeNAS wird nicht aufeinem Betriebssystem installiert sondern es ist selbst das Betriebssystem. Es basiert auf UNIX (konkret Free-BSD), ist aber für NAS-Anwendungen optimiert. Nach der Installation fehlt dem System noch eine Java-Laufzeitumgebung (JRE), die für den Betrieb des CCU-Historian erforderlich ist. Die muss man nachinstallieren und dann kann der CCU-Historian wie gewohnt aus einem Verzeichnis heraus gestartet werden.
Wenn du nach meiner Anleitung (pdf ganz oben) vorgehst, sollte es problemlos klappen.
sambasamba hat geschrieben: - die CF-Karte ist die 'Festplatte', und wer das Teil auch als (langsames) NAS nutzen will hängt eine ext. 2,5"-HD über USB dran.
Genau, die CF-Karte ist die (erste) Festplatte, auf der FreeNAS installiert wird. Meist ist in den Dingern eine 128 MB CF-Karte eingebaut. Da FreeNAS 7 mindestens 400 MB Disk benötigt und dazu noch die JRE drauf muss, sollte man hier mindestens 1GB vorsehen. Zusätzlich lassen sich auch USB-Sticks oder Festplatten als Datenträger mounten und hier z.B. die Musikdateien zum streamen ablegen. Auf diese Datenträger kann man dann auch ganz einfach über SAMBA mit Windows-PCs zugreifen, z.B. zur Datensicherung. Ich lasse den Historian in einem Verzeichnis auf einem 16GB USB-Stick laufen. Man kann ihn aber auch in einem Verzeichnis auf der CF-Karte betreiben. Dann sollte diese allerdings so groß sein, dass (auch perspektivisch) die Datenbank des Historian draufpasst. Ein Zugriff über SAMBA oder FTP auf die CF-Karte mit dem Betriebssystem geht aber nicht, deswegen finde ich die Variante mit USB-Stick besser. Es geht natürlich auch anders herum (Betriebssystem auf USB-Stick, CF zur Datenspeicherung), das wird jedoch gemeinhin nicht empfohlen, weil die CF-Karten angeblich nicht so viele Schreibvorgänge abkönnen.
sambasamba hat geschrieben: - Raid hat man nicht, also braucht man noch ne Datensicherung.
Doch, FreeNAS kann RAID (RAID 0: Geom stripe, RAID 1: Geom mirror, RAID 5: Geom RAID5). Mit IDE-Festplatten hatte ich RAID1 auf einem anderen Rechner schon laufen. Ob das allerdings mit den USB Geräten funktioniert weiß ich nicht. Über SAMBA kannst du die Historian-Datenbank auch von einem Windows-PC zur Datensicherung kopieren. Ich mache das automatisiert mit AllWay Sync.
sambasamba hat geschrieben: - zum Einrichten mußt Du Bildschirm/Tast. dranstecken, später schmeißt Du das Dings in eine Ecke und greifst übers Netz drauf zu.
Jein, FreeNAS hat ein WebUI, von dem aus du alles machen kannst. Darüber hinaus kann man über eine Konsole (z.B. Putty) darauf zugreifen. Über Putty kannst du auch den Historian remote starten, dann muss allerdings das Konsolen-Fenster auf dem Remote-PC offen bleiben und dieser PC natürlich laufen. Damit hast du in Bezug auf eine Stromeinsparung nichts gewonnen. Deshalb bietet es sich an, den Historian nicht remote sondern über die lokale Konsole zu starten. Dazu brauchst du aber einen Monitor und eine Tastatur. Im laufenden Betrieb kann der Monitor natürlich ausgeschaltet bleiben. Ich nutze hierzu einen zweiten Eingang meines Arbeitsplatz-Monitors. Den Igel lasse ich einfach im Arbeitszimmer stehen, er macht ja keinen zusätzlichen Lärm und nimmt auch kaum Platz weg. Vielleicht kann man auch den Historian irgendwie automatisiert beim Start des Rechners mit starten. So weit bin ich aber noch nicht. Wenn dies funktioniert, kann man auf einen Monitor gänzlich verzichten.
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Re: HomeMatic, CCU-Historian und FreeNAS

Beitrag von sambasamba » 16.02.2012, 20:29

Hi JPS,
danke für die ausführlichen Erläuterungen, sehr aufschlußreich. Ich hab auch das pdf gelesen, alles schön beschrieben! Scheint mir aber trotzdem recht zeitaufwendig zu sein.
Warum nicht einfach Win2000 nehmen (falls es die Treiber gibt)? Läuft auf schmaler Hardware deutlich schneller als XP, und ich befinde mich in sicherem Fahrwasser.
Aber ob das mit dem 'Massen'speicher so geht, die System-Festplatte als CF? USB-Stick als Datenspeicher geht natürlich, und 256MB sollten für W2K auch reichen wenn nur der Hist. drauf läuft.
Dann den Historian in den Autostart, fertig ist die Laube.

V.

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Re: HomeMatic, CCU-Historian und FreeNAS

Beitrag von JPS » 16.02.2012, 21:04

sambasamba hat geschrieben:scheint mir aber trotzdem recht zeitaufwendig zu sein.
Es ist eigentlich ganz einfach und wenn man es schon mal gemacht hat, geht es auch schnell. Ich habe meinen Igel heute mal komplett neu aufgesetzt (FreeNAS installiert, Laufwerke (4 USB Sticks und eine USB HDD) eingerichtet, Freigaben eingerichtet, Medien-Streamer konfiguriert (itunes und DLNA), Webserver eingerichtet, Java installiert, Historian kopiert und eine Sicherheitskopie der Konfiguration gemacht). Das hat alles zusammen keine 2 Stunden gedauert.
sambasamba hat geschrieben: Warum nicht einfach Win2000
Klar, das geht natürlich auch. Kommt halt darauf an, ob man ein NAS will oder einen Windows-PC auf dem der Historian laufen soll. Sicher ist auch Linux hierfür eine denkbare Alternative. Vorteile von FreeNAS sind neben den NAS-Funktionen die kostenlose Verfügbarkeit und die sehr hohe Stabilität des Betriebssystems.

Wenn du dir so einen Igel zulegst kannst du ja mal verschiedene Varianten ausprobieren. Und durch einfachen Austausch der CF-Karte kann man bei Bedarf auch schnell zwischen verschiedenen Konfigurationen wechseln.
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Re: HomeMatic, CCU-Historian und FreeNAS

Beitrag von sambasamba » 16.02.2012, 21:38

Mja, glaub ich schon wenn man sich mit Linux etwas auskennt.
Ich hab mal kurz geguckt, für W2K (oder irgendein Win)scheints bei Igel keine Treiber zu geben. Dann ist das also auch nicht schnell mal installiert.
Ich fürchte fast dann wird aus der Idee nix.
:(
Nee, NAS brauch ich keins, wäre nur ein Nebeneffekt gewesen.

EDIT: doch, die Treiber gibts bei VIA im Web... wenn der Igel VIA-Chipsatz hat, siehe unten. Geht auch mit Win 2K.
V.

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Re: HomeMatic, CCU-Historian und FreeNAS

Beitrag von sambasamba » 18.02.2012, 13:45

Hatte noch ne andere Idee:
Hier fliegen einige 600 MHz-Notebooks rum die nur 1x / Jahr gebraucht werden, W2K drauf.
Hab mal eins gemessen. 30W zieht das Dings bei 'Display aus'. Im Jahr also 260 kWh.
Würg! Rund 50.- Stromkosten.
Das Netzteil allein nimmt knapp 5W auf, hier gibts also nur geringen Verbesserungsbedarf.
Das war also nix.

Mit IGEL (17W sagst Du) wären es ca. 30.- EUR. Ich würde aber Win bevorzugen...

Im CCU-Historian thread schreibt gerade Mathias daß er den Hist. bei sich auf einer Atom-Kiste laufen hat.
Ich hab mal in der Bucht geguckt, da gibts mengenweise irgendwelche thin clients auch mit Windows embedded.
Natürlich steht nirgends die Stromaufnahme dabei...
Hat viell. jemand eine Kaufempfehlung?

Plan B: weiß jemand ob der Historian auch über Fernzugriff per meine-homatic.de funktioniert?

Helau!
Vau

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