Proxmox, USV und OpenCCU

Einrichtung, Nutzung und Hilfe zu OpenCCU (vormals RaspberryMatic)

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Stefan_S82
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Proxmox, USV und OpenCCU

Beitrag von Stefan_S82 » 06.02.2026, 20:28

Liebe alle,

mich nervt doch immer mal wieder, dass beim wegbrechenden Strom die OpenCCU anschließend zickt. Auch ioBroker braucht lange, um „wieder da“ zu sein.

Mal schalte ich die Sicherung für Arbeiten aus und vergesse das Runterfahren, dann beißt die Katze in die Weihnachtsbaumbeleuchtung, dann lässt der Siebträger den FI rausspringen …

Im Serverschrank hätte ich noch Platz für die Unifi USV, die hätte einen NUT-Server. Strom hätte ich für 10 bis 12 Minuten. OpenCCU läuft wie auch ioBroker auf Proxmox.

Wie würde ich das geschickterweise machen? Lasse ich Proxmox runterfahren (und damit OpenCCU und ioBroker?) oder werte ich in den beiden Systemen selbst das NUT-Signal aus und lasse die Systeme quasi dezentral reagieren?

Oder wäre es eine sauberere Lösung, im Schaltschrank des Hauses dem Serverschrank eher eine eigene Sicherung und dann sogar einen eigenen FI zu spendieren? Mir ist klar, dass das eine nicht das andere vollständig ersetzt. Aber meine Probleme doch irgendwie ähnlich löst.

Danke für Eure Meinungen!

Roland74
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Re: Proxmox, USV und OpenCCU

Beitrag von Roland74 » 06.02.2026, 21:17

Hallo,
Stefan_S82 hat geschrieben:
06.02.2026, 20:28
mich nervt doch immer mal wieder, dass beim wegbrechenden Strom die OpenCCU anschließend zickt. Auch ioBroker braucht lange, um „wieder da“ zu sein.

Mal schalte ich die Sicherung für Arbeiten aus und vergesse das Runterfahren, dann beißt die Katze in die Weihnachtsbaumbeleuchtung, dann lässt der Siebträger den FI rausspringen …
Das verstehe ich nicht ganz.
Hast du nur eine Sicherung für diesen Bereich?
Keller, EG, OG?
Dann würde ich das als erstes aufsplitten.
Stefan_S82 hat geschrieben:
06.02.2026, 20:28
Oder wäre es eine sauberere Lösung, im Schaltschrank des Hauses dem Serverschrank eher eine eigene Sicherung und dann sogar einen eigenen FI zu spendieren? Mir ist klar, dass das eine nicht das andere vollständig ersetzt. Aber meine Probleme doch irgendwie ähnlich löst.
Das wäre, aus meiner Sicht, definitv die bessere Lösung.
Eigene Sicherung für den Serverschrank - FI kann aber muss nicht zwingend sein.
Aufgrund der Auslösecharakteristik der FI, 30 mA Fehlerstrom, ist mal der eine mal der andere schneller.
Aber ne eigene Sicherung ist nie verkehrt - ich hab meinem Serverschrank einen 3-phasigen 10A Automaten gegönnt.
Ja, das 5x2.5mm2 dürfte ich auch mit 20A absichern - aber tiefer geht immer 8)
Mein Serverschrank wird zwar auch von einer USV gepuffert aber die hält 2 Stunden durch.
Da ich noch keine Notwendigkeit hatte die USV per NUT abzufragen um den Server kontrolliert runter zu fahren kann ich dir da leider nicht weiter helfen.
Aber wenn dein Serverschrank eine eigene Sicherung bekommt dann haben sich deine Probleme ja schon halbiert 8)

Grüße
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Per LAN sind 4 alte runde HM-Lan-Gateway und ein eQ3-HM-LGW angebunden.
- RaspberryMatic mit HB-RF-ETH für HM-IP
das aber auch mit einer eigenen
- FHEM-Instanz verbunden ist
Hauptsächlich verwende ich peering und was sich nicht peeren lässt (HM vs. HMIP/Shelly/etc) wird eben über FHEM verknüpft

Stefan_S82
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Re: Proxmox, USV und OpenCCU

Beitrag von Stefan_S82 » 06.02.2026, 21:42

Danke für Deine Gedanken!

Unser EF-Haus hat drei FI. Der Keller hat eine eigene Sicherung. Aber bei den Störungen (Katze, Kaffeemaschine, defekte HmIP-PSM …) hat eben der FI ausgelöst und den Server mit runtergerissen

Mein Bedienfehler mit der Sicherung bezog sich speziell auf den Keller …

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Re: Proxmox, USV und OpenCCU

Beitrag von Baxxy » 06.02.2026, 23:16

Stefan_S82 hat geschrieben:
06.02.2026, 20:28
Lasse ich Proxmox runterfahren (und damit OpenCCU und ioBroker?) oder werte ich in den beiden Systemen selbst das NUT-Signal aus und lasse die Systeme quasi dezentral reagieren?
Proxmox.
Es bringt ja wenig wenn zwar die VM/LXC sauber herunterfahren aber Proxmox selbst hart abgeschalten wird.

EnricoL
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Re: Proxmox, USV und OpenCCU

Beitrag von EnricoL » 07.02.2026, 14:40

Wenn man Proxmox über die USV herrunterfährt.
Gibt es da eine Anleitung wie man das macht?
Das er den Befehl über das Netzwerk bekommt.
Kennt ihr da eine Gute Anleitung dafür?
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Re: Proxmox, USV und OpenCCU

Beitrag von cmjay » 07.02.2026, 14:47

Gibt es da eine Anleitung wie man das macht?
Das er den Befehl über das Netzwerk bekommt.
-> Internetsuche mit den Stichworten "proxmox nut client"
Eine ausführliche Anleitung:
https://technium.ch/proxmox-nut-client- ... -tutorial/
Natürlich brauchst du dann auch einen NUT-Server, an den die USV physisch angeschlossen ist.
Zuletzt geändert von cmjay am 07.02.2026, 14:52, insgesamt 1-mal geändert.
Es kann leider nicht ganz ausgeschlossen werden, dass ich mich irre.
HmIP muss leider draussen bleiben. in Ausnahmefällen erlaubt
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Re: Proxmox, USV und OpenCCU

Beitrag von elo22 » 07.02.2026, 14:50

Roland74 hat geschrieben:
06.02.2026, 21:17
Stefan_S82 hat geschrieben:
06.02.2026, 20:28
Oder wäre es eine sauberere Lösung, im Schaltschrank des Hauses dem Serverschrank eher eine eigene Sicherung und dann sogar einen eigenen FI zu spendieren?
Das wäre, aus meiner Sicht, definitv die bessere Lösung.
Eigene Sicherung für den Serverschrank - FI kann aber muss nicht zwingend sein.
Das sehe ich als EFK anders, RCDs sind seit Jahren vorgeschrieben.
Ich würde hier einen RCBO nehmen.

Roland74
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Re: Proxmox, USV und OpenCCU

Beitrag von Roland74 » 10.02.2026, 17:30

Hallo,
elo22 hat geschrieben:
07.02.2026, 14:50
Roland74 hat geschrieben:
06.02.2026, 21:17
Stefan_S82 hat geschrieben:
06.02.2026, 20:28
Oder wäre es eine sauberere Lösung, im Schaltschrank des Hauses dem Serverschrank eher eine eigene Sicherung und dann sogar einen eigenen FI zu spendieren?
Das wäre, aus meiner Sicht, definitv die bessere Lösung.
Eigene Sicherung für den Serverschrank - FI kann aber muss nicht zwingend sein.
Das sehe ich als EFK anders, RCDs sind seit Jahren vorgeschrieben.
Ich würde hier einen RCBO nehmen.
Da bin ich ganz bei dir und hab mich wohl missverständlich ausgedrückt.

Ich meinte das für den Serverschrank nicht nochmal extra ein FI eingebaut werden muss.
Das natürlich zumindest im HV ein FI für das Haus vorhanden sein muss habe ich vorausgesetzt - als Elektromeister :wink:

elo22 hat geschrieben:
07.02.2026, 14:50

Ich würde hier einen RCBO nehmen.
Aber auch der darf nur 30mA haben und dann kann es passieren das der Haupt-FI schneller ist und auslöst 8)

Grüße
Zentrale ist ein 19" MiniServer Emu S6-H610 FL mit Proxmox
- FHEM mit den alten Lan-Gateways für HM
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Re: Proxmox, USV und OpenCCU

Beitrag von jmaus » 10.02.2026, 20:50

Roland74 hat geschrieben:
10.02.2026, 17:30
elo22 hat geschrieben:
07.02.2026, 14:50

Ich würde hier einen RCBO nehmen.
Aber auch der darf nur 30mA haben und dann kann es passieren das der Haupt-FI schneller ist und auslöst 8)
Dann bin ich ja froh das ich vor ein paar Jahren alle meine LS und die Haupt-FIs gegen kombinierte FI/LS (RCB0) ersetzt habe und es daher keinerlei "Haupt-FI" mehr bei mir gibt ;) In der Tat nutze ich keinerlei reine LS mehr und nutze durchweg nur diese hier für jeden abzusichernden Stromkreis

https://sieportal.siemens.com/de-de/pro ... 1316-6KK16

Hat für mich den Vorteil das nun alles sauber getrennt ist und eine FI Auslösung in einem Raum nicht die ganze Unterverteilung mehr lahmlegen kann und das durch diese schlanken RCB0 der nur 1TE braucht ich auch noch Platz für andere Dinge in den UVs schaffen konnte :)

Kann ich also nur empfehlen heutzutage am besten durchweg auf solche RCB0 zu setzen statt pro Unterverteilung ein gemeinsamen FI zu setzen. Hat auch IMHO mitunter den Vorteil das dann z.b. "Bösewichte" nicht einfach an einer Außensteckdose dafür sorgen können das der FI auslöst um ein Haus bzw. eine UV stromlos zu machen…
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