Pi4 - Bootloader auf SD, OS auf USB

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Troubadix
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Pi4 - Bootloader auf SD, OS auf USB

Beitrag von Troubadix » 31.08.2019, 21:22

Hallo,

da der Pi4 bekanntlich (noch) nicht von USB booten kann benötigt man den Bootloader auf der SD-Karte, um anschließend eine USB-SSD ansprechen zu können.
Bei Raspbian geht das wie hier beschrieben: https://www.tomshardware.co.uk/boot-ras ... 61081.html

Nun die Frage, wie man dies bei RaspberryMatic machen kann?

Danke!

Troubadix
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Re: Pi4 - Bootloader auf SD, OS auf USB

Beitrag von Troubadix » 02.09.2019, 16:40

Ich habe das jetzt mal selbst anhand der oben verlinkten Anleitung versucht, leider nur begrenzt erfolgreich.

- eine 10G Partition /dev/sda1 auf der USB-SSD, danach eine 100G Partition /dev/sda2 erstellt
- beide Partitionen ext4 formatiert
- beide Partitionen nach /media/sda1 und /media/sda2 gemountet
- mit rsync die Daten von / nach /media/sda1 kopiert
- mit rsync die Daten von /usr/local nach /media/sda2 kopiert
- im Verzeichnis /dev/disk/by-label/ die Symlinks von rootfs und userfs auf /dev/sda1 und /dev/sda2 umgebogen
- auf der Boot-Partition die cmdline.txt editiert ("root=/dev/sda1 rootfstype=ext4 rootwait")

Leider bootet das System dann nicht.
Wenn ich nur die Root-Partition umbiege (und /dev/disk/by-label unangetastet lasse) bootet das System.
Aber wie bekomme ich dann /usr/local umgezogen?

Vielleicht kann mir da ja noch jemand behilflich sein?

Nächste Frage wäre dann, wie update-stabil diese Lösung dann wäre. Nicht das mit einem raspberrymatic-Update diese manuellen Anpassungen verloren gehen und dann nix mehr geht?

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Re: Pi4 - Bootloader auf SD, OS auf USB

Beitrag von jmaus » 02.09.2019, 17:20

Troubadix hat geschrieben:
02.09.2019, 16:40
Leider bootet das System dann nicht.
Wenn ich nur die Root-Partition umbiege (und /dev/disk/by-label unangetastet lasse) bootet das System.
Aber wie bekomme ich dann /usr/local umgezogen?

Vielleicht kann mir da ja noch jemand behilflich sein?
In RaspberryMatic müssen die rootfs und userfs partitionen feste UUID und PARTUUIDs haben. Da wird nicht nach /dev/sdaXXX gemountet sondern es wird geschaut das die root partition eben als label auch "rootfs" heisst und das user filesystem (/usr/local) muss eben "userfs" als label haben. Das musst du beim eigenen formatieren beachten. Des Weiteren muss die disk signature der platte auf der das rootfs/userfs liegt den Namen "0xDEEDBEEF" haben und die Reihenfolge der partitionen muss auch exakt die gleiche sein wie auf der SD Karte. Und du musst natürlich sicherstellen das nicht SD Karte und USB-SSD die gleiche disk signature haben sonst mountet der das falsche bootfs/rootfs/userfs
Troubadix hat geschrieben:
02.09.2019, 16:40
Nächste Frage wäre dann, wie update-stabil diese Lösung dann wäre. Nicht das mit einem raspberrymatic-Update diese manuellen Anpassungen verloren gehen und dann nix mehr geht?
Das ist ne gute Frage. Müsste man mal probieren. Wenn es wirklich nur die boot files sind die auf der sd karte sind, die disk signature der SSD DEEDBEEF ist und die partition labels wie von mir angemerkt eingestellt sind, dann sollte das recovery system prinzipiell in der Lage sein die richtigen partition bei einem update auch zu updaten. Problem kann jedoch sein das eben du die boot files auf einer SD Karte dann immer noch hast, er die aber auf der selben disk mit ID "DEEDBEEF" erwartet...
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Troubadix
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Re: Pi4 - Bootloader auf SD, OS auf USB

Beitrag von Troubadix » 02.09.2019, 20:33

Danke für die Antwort, Jens.
An dieser Stelle muss ich dann leider das Handtuch werfen - ich hab keine Ahnung, wie ich die UUIDs etc selbst festlegen kann.
Werde es dann mal mit pivccu probieren, da hat man ja ein normales Raspbian als Unterbau.

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