RaspberryMatic Installationsanleitung: intelNUC Hardware

Einrichtung, Nutzung und Hilfe zu RaspberryMatic (OCCU auf Raspberry Pi)

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jmaus
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RaspberryMatic Installationsanleitung: intelNUC Hardware

Beitrag von jmaus » 16.11.2019, 01:06

Die folgende Dokumentation is veraltet!

Bitte für die neue Dokumentation auf folgender Webseite weiterlesen:
https://github.com/jens-maus/RaspberryM ... n-IntelNUC


Hallo Zusammen,

bei dem hier vorliegenden Beitrag handelt es sich um eine Installationsanleitung um RaspberryMatic direkt (ohne Virtualisierungsumgebung/lösung) auf einem intelNUC basierten Hardwaresystem als Haupt-Betriebssystem zu installieren und entsprechend als vollwertigen CCU Ersatz zu nutzen.
intel-nuc2.png

Der Vorteil der seit einigen Jahren sehr populären intelNUC Hardware (siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Next_Unit_of_Computing) liegt meiner Meinung nach auch darin, das diese nicht nur einen sehr geringen Formfaktor aufweist und gleichzeitig mir sehr guter Performance aufwartet. Auch sind die inzwischen fast 10 aufeinander folgenden Generationen von intelNUC Hardware ein gutes Zeichen für Kontinuität von der Firma Intel und auch die Variabilität in Punkto Preis vs. Performance sind hier herausragend. Ein weiterer großer Vorteil ist IMHO hierbei, dass es Intel bisher sehr gut geschafft hat die eingesetzte Hardware (Mainboard, Schnittstellen, etc.) über diese vielen Generationen soweit kompatibel zu halten, das man hier mit einfachen Mitteln ein einheitlichen Betriebsystem generieren kann das auf allen Modellen lauffähig ist. Deshalb hatte ich mich nun dazu entschieden zusätzlich zu ova-basierten Images für x86-basierte Virtualisierungsumgebungen auch noch ein Image für die x86 intelNUC Hardware Platform zur Verfügung zu stellen. Und damit man dann mit der HomeMatic Funkwelt hieraus kommunizieren kann, kann man dann als HomeMatic Funkmodul z.B. einen via USB angeschlossenen HmIP-RFUSB bzw. HM-CFG-USB-2 oder eben auch ein RPI-RF-MOD / HM-MOD-RPI-PCB Funkmodul welches man via der von Alexander Reinert entwickelten HB-RF-USB Adapterplatine dann via USB mit dem intelNUC verbunden hat.

Unterstützte/getestete intelNUC Modelle:
Für den Einen oder Anderen der die intelNUC Hardware bereits kennt drängt sich natürlich vielleicht hierbei recht schnell die Frage auf, warum man denn einen kompletten intelNUC nur für die recht einfache Funktionalität einer HomeMatic CCU Zentrale aufwenden sollte. Hierbei sei darauf hingewiesen, das es eben nicht nur sehr performante (z.B. i7, i5) Varianten der intelNUC Hardware gibt, sondern z.B. auch eine Variante mit Atom-Prozessor, onboard eMMC und lüfterlos gibt (DE3815TYKHE) die auch in Punkto Preis durchaus mit Single-Board-Computer Varianten wie einem ASUS Tinkerboard, etc. mithalten kann. Aber selbst wenn man eine Celeron oder i3 Variante eines intelNUC für RaspberryMatic einsetzen sollte, denke ich das dies von wesentlichem Vorteil für den Einen oder Anderen sein könnte.

Wer also ggf. noch eine intelNUC Hardware rumliegen haben sollte oder auch damit liebäugelt eine vollwertige x86 Hardware für RaspberryMatic einsetzen zu wollen, dem kann ich die folgende kurze Installationsanleitung dazu nur ans Herz legen.

Installationsanleitung:

Für die Installation des x86 RaspberryMatic Images auf einem intelNUC geht man im Prinzip ähnlich wie bei der Installation auf einem RaspberryPi vor. D.h. man nutzt ein Imaging/Flash Tool wie "Etcher" um die *.img Datei dann jedoch auf einen temporären USB-Stick (minimal 2GB) zu flashen. Dann bootet man von diesem USB Stick und nutzt im Anschluss das CCU-Recovery-System um das System von dem USB Stick ggf. auf eine interne SSD oder Festplatte umzukopieren und dann im Anschluss davon zu booten.

Die detaillierten Installationsschritte sind hierbei wie folgt:
  1. Image-Download: Das "RaspberryMatic-X.X.XXXXX-intelnuc.zip" Archiv von folgender URL herunterladen: https://github.com/jens-maus/RaspberryM ... ses/latest
  2. Die *.zip-Datei entpacken: Im Folgenden sollte man die *.zip Datei dann entsprechend entpacken damit man eine *.img Datei erhält die man dann im Folgenden nutzt.
  3. *.img Datei via "Etcher" auf USB Stick flashen: Danach sollte man dann mittels eines Imaging/Flash-Tools wie "Etcher" (https://www.balena.io/etcher/) die *.img Datei auf einen temporären USB-Stick (Mindestgröße 2GB) flashen lassen.
  4. Erstes mal booten: Nach Anschliessen des USB Sticks sollte man nach dem Anschalten des intelNUC die F10 Taste gedrückt halten um dort dann auszuwählen das man vom angeschlossenen USB-Stick direkt booten möchte.
  5. Via WebUI in CCU-Recovery System umbooten: Wenn im Folgenden dann der intelNUC erfolgreich hochgefahren ist und man die WebUI über die am Monitor angezeigte IP-Adresse erreichen kann sollte man unmittelbar in das CCU-Recovery System umbooten (Einstellungen -> Zentralen-Wartung -> Neustart im Recovery Modus).
  6. System clonen: Sobald das System dann in den CCU-Recovery Modus gewechselt hat sollte man sich mit dem Webbrowser mit der Recovery-WebUI verbinden und dort dann "Clone System" auswählen:
    nuc-schritt1.png
  7. Zielgerät auswählen: Im Untermenü sollte man dann in der dort angezeigten Drop-Down-Liste alle zusätzlich angeschlossenen (internen) Geräte angezeigt bekommen auf die man das aktuell auf dem USB Stick befindliche System clonen lassen kann. Hier sollte man also das Zielgerät entsprechend auswählen:
    nuc-schritt2.png
  8. Kopiervorgang durchführen: Nach starten des Cloning-Prozesses sollte man warten bis dieser wie folgt abgeschlossen ist:
    nuc-schritt3.png
  9. Das erste mal starten: Nach Beendigung des Kopiervorganges sollte man dann den intelNUC abschalten, den USB-Stick herausziehen und dann nur mit dem angeschlossenen (ggf. internen) Zielgerät starten. Danach sollte dann x86-RaspberryMatic hoffentlich wie gewohnt hochfahren und wenn man ein USB angeschlossenes Funkmodul (ggf. via HB-RF-USB) auch bereits angeschlossen hat sollte auch dieses korrekt funktionieren.
Da es sich bei der intelNUC Variante um eine recht neue RaspberryMatic Variante handelt, wäre es sehr schön wenn etwaige Nutzer hiervon auftretende Probleme damit mir direkt melden könnten damit ich entsprechend agieren kann. Und natürlich würde ich mich auch über generelles Feedback zu dieser neuen "intelNUC" Platform bzw. zu der generellen Idee einer x86 Version von RaspberryMatic freuen.

Viel Spaß also mit dieser neuen RaspberryMatic Variante!
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womisa
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Re: x86 RaspberryMatic/CCU3 Testversion für intelNUC Hardware

Beitrag von womisa » 17.11.2019, 11:34

Jetzt fehlt eigentlich nur noch eine Version die auf einem standard PC unter Windows läuft..... :D

Ich habe jetzt schon mal in der VM mit RM etwas reingeschnuppert. Mein jetzige Datenerfassung/Steuerung erfolgt über Ethernetkanäle noch mit einer C-Control und einigen Atmega/Ethernet Satelliten. Auf dem PC wird jeder Kanal mit x-Sensoren x-Aktoren mit Java erfasst und in eine tägliche Datei geschrieben. Ausgewertet wird das mit Java JFreeChart.
Jetzt zu meiner Frage, die hoffentlich von @Jens nicht mit OFFTOPIC beantwortet wird.
Kann man bzw. ist es sinnvoll parallel zur RM Java Programme laufen zu lassen?
Warum java? Java ist Plattform/ Betriebssystem unabhängig. Meine Server und Client liefen auch schon unter DEC's Vaxen (falls die noch jemand kennt)
Ich bin 70 und zu meiner Sturm und Drangzeit nach dem Studium gab es kein OffTopic und auch kein Internet. Wir hatten anfangs das ArpaNet.

Für mich wäre das der Trigger einen NUC zu Kaufen wenn man RM und Java Programme vereint laufen lassen könnte. Für Tipps in diese Richtung zum Test unter der VM/ RM/ Java wäre außerordentlich dankbar. Leider findet man da keine Doku darüber oder ich habe die falschen Suchbegriffe. Ich bin absoluter Linux und Raspberrymatic Neuling.

In diesem Sinne
Achim
In der RM Beschreinung steht unter anderem....
......
-Integriertes (JAVA8 Runtime Environment).
....
-Aktualisierte JAVA8 Runtime Version (1.8.0_121-8.20.0.42)
.....
wir kann ich das mit eigenen Java Programmen nutzen. Insbesondere Zugriff auf Lan und Dateisystem . Wo kann man das nachlesen.

Sowas parallel zu RM wäre mein Ziel:
Chart.png

Soldierofoc
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Re: x86 RaspberryMatic/CCU3 Testversion für intelNUC Hardware

Beitrag von Soldierofoc » 17.11.2019, 17:08

Wahnsinns Leistung! Danke für die mittlerweile vielen, unterschiedlichen Wege Raspberrymatic auf den Geräten nutzen zu können.

Ein separater Dienst für Windows (10/Server etc.) wäre die Endstufe! Ist so etwas angedacht bzw. überhaupt möglich?

Mathias
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Re: x86 RaspberryMatic/CCU3 Testversion für intelNUC Hardware

Beitrag von Mathias » 17.11.2019, 17:31

Eine RaspberryMatic-Variante für Windows ist, glaube ich, das Unwahrscheinlichste was bei Jens passieren kann. :)
Gruß
Mathias

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jmaus
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Re: x86 RaspberryMatic/CCU3 Testversion für intelNUC Hardware

Beitrag von jmaus » 17.11.2019, 18:30

Mathias hat geschrieben:
17.11.2019, 17:31
Eine RaspberryMatic-Variante für Windows ist, glaube ich, das Unwahrscheinlichste was bei Jens passieren kann. :)
Definitiv! Nicht nur widerstrebt es mir zutiefst irgendetwas für Windows zu entwickeln (erzeugt bei mir einen Brechreiz) ;), sondern all die von eQ3 im Rahmen des OCCU Projektes zur Verfügung gestellten Binaries sind reine Linux Binaries... und das ist auch gut so!
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Re: x86 RaspberryMatic/CCU3 Testversion für intelNUC Hardware

Beitrag von jmaus » 19.11.2019, 13:01

So, auch hier der kurze Hinweis das es inzwischen eine neue Testversion (3.47.22.20191119) im genannten Cloud-Link (https://cloud.light-speed.de/s/mfMsM8S3kAHmJYo) geben sollte die es erlauben sollte RaspberryMatic auf einem intelNUC auch mit drücken des Power-Buttons dazu zu bewegen geordnet herunterzufahren. Wäre schön wenn sich hier Tester finden könnten die auch das mit geeigneter intelNUC Hardware testen könnten.
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Re: x86 RaspberryMatic/CCU3 Testversion für intelNUC Hardware

Beitrag von Raspihausfan_1 » 19.11.2019, 20:49

Hmmm ...
jmaus hat geschrieben:
17.11.2019, 18:30
... Brechreiz ...
... Medizinforum ...? ... Toleranz = 0 ...?

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Re: RaspberryMatic Installationsanleitung: intelNUC Hardware

Beitrag von hpkoenig » 10.12.2019, 12:19

Nachdem ich jahrelang hier nur Leser war schreibe ich jetzt zum ersten mal.

Ich kam seinerzeit von FS20 System zur Homematic und betreibe diese mit über 100 Komponenten schon seit Jahren.
Nach der CCU2 testete ich diverse Raspi-Lösungen und blieb dann bei der Raspberrymatic.
Mein aktuelles System ist eine Charly-Box mit dem RPI3B+.

Aber nun zum Thema:

Ich bin höchst erfreut, daß Jens eine native Version für den NUC erschaffen hat.
Also direkt mal auf einem installiert. Die Installation war dank der guten Anleitung ein Kinderspiel.

NUR: Der HmIP-RFUSB wird leider nicht erkannt.
Erst dachte ich der selbstgelötete wäre nicht gerade meine Glanzleistung gewesen und sei defekt. Aber auch der fertig gekaufte von der Telekom HmIP-RFUSB-TK funktioniert nicht.

Da ich einige HmIP Komponenten (FBH) habe mußte ich den NUC erst mal wieder zur Seite stellen.
Die Konfiguration des NUCs ist:
Modell NUC8i3BEH, 32GB Ram, 250 SSD
Ist natürlich absolut überdimensioniert - aber was soll's.

Es wäre schön wenn es weitere Nutzer mit einem NUC gibt, die Erfahrung mit dem USB-Stick haben.

Ansonsten lief der NUC angenehm schnell, hat meine 3 LAN-Gateways erkannt und nach der üblichen Crash-Phase (2-5 min) nach jedem meiner Neustarts (rfd hängt/stürzt ab) lief alles schon sehr stabil.

Einen großen Dank an Jens und das gesamte Forum
für die vielen hilfreichen Tips und Ressourcen

Holger König

ThR
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Re: RaspberryMatic Installationsanleitung: intelNUC Hardware

Beitrag von ThR » 15.12.2019, 23:18

Hallo,

ich habe es heute auch mal auf 2 verschiedenen NUCs probiert (NUC5i7RYH und NUC5i5RYH).

Ich habe allerdings das Problem das das umclonen des Systems nicht funktioniert. Habe auf SSD und NVME probiert.

Ist mit folgender Fehlermeldung abgebrochen:

Code: Alles auswählen

NVME
-----
[1/10] Checking source device... /dev/. done.
[2/10] Checking target device... /dev/nvme0n1. done.
[3/10] Cloning boot sector... dd: /dev/: Is a directory ERROR: cloning boot sector failed


SSD:
------
1/10] Checking source device... /dev/. done.
[2/10] Checking target device... /dev/sda. done.
[3/10] Cloning boot sector... dd: /dev/: Is a directory ERROR: cloning boot sector failed
Gruß Thomas

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Re: RaspberryMatic Installationsanleitung: intelNUC Hardware

Beitrag von jmaus » 15.12.2019, 23:53

Danke für das Testen. Und von was für einem Gerät hast du ursprünglich RaspberryMatic vor dem Clonen booten lassen? USB Stick oder SD Karte. Anscheinend kann der Clone skript nicht herausfinden von welchem Gerät du gebootet hast.

Hast du es auch einmal normal hochfahren lassen oder hast du den frisch geflashten USB Stick direkt in das Recovery System booten lassen? Wenn du normal booten lässt, kannst du dann mal bitte den SSH Zugang aktivieren, dich einloggen und dann folgende Kommandos ausführen und die Ergebnisse hier zeigen:

Code: Alles auswählen

DEVNODE=$(/bin/mountpoint -d /rootfs)
SOURCE_DEV="/dev/$(readlink /sys/dev/block/${DEVNODE} | awk -F/ '{print $(NF-1)}')"
echo ${DEVNODE}
echo ${SOURCE_DEV}
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