Fragen zu den RaspberryMatic Backup Funktionen

Einrichtung, Nutzung und Hilfe zu RaspberryMatic (OCCU auf Raspberry Pi)

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DerAlte
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Fragen zu den RaspberryMatic Backup Funktionen

Beitrag von DerAlte » 12.01.2020, 19:54

Hallo! Ich habe ein paar Fragen zu den RaspberryMatic Backup Funktionen ...

1)

Code: Alles auswählen

/etc/config/CronBackupMaxBackups
Der Eintrag dort drin, ist der in Stunden, Tagen, Wochen oder Monaten anzugeben?

2)

Code: Alles auswählen

/etc/config/CronBackupPath
Hier kommt immer der Eintrag rein, wo das automatische Backup gesichert werden soll? USB-Stick/HDD, Netzwerklaufwerk usw. ?

3)

Code: Alles auswählen

/etc/config/NoCronBackup
Wozu ist diese Datei? Ich finde diese auf meinem System nicht. Muss diese manuell angelegt werden und wenn diese existiert, wird kein automatisches Backup erstellt?

4) Wie kann man über die Shell manuell korrekt ein Backup anstoßen, welches dann auf dem BackupPath gespeichert wird?

Danke!

PS: Ich würde es gut finden, wenn dies hier angepinnt wird. Ich denke, diese Grundlegenden Fragen zum RM Backup interessieren noch andere.

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Baxxy
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Re: Fragen zu den RaspberryMatic Backup Funktionen

Beitrag von Baxxy » 13.01.2020, 00:33

Zu 1: die Datei "/etc/config/CronBackupMaxBackups" ist standartmäßig nicht vorhanden. Wird sie angelegt kann mit ihr die Anzahl der vorgehaltenen Backups bestimmt werden. Steht z.B. 15 drin wirst du normalerweise nicht mehr als 15 Backups in deinem Backup-Verzeichnis haben weil das Script auch welche löscht. Standart ohne die Datei sind 30 Backups.

Zu 3: eine leere Datei "NoCronBackup" kann in jedem Verzeichnis erstellt werden das vom Backup ausgeschlossen werden soll. Standartmäßig wird /usr/local per Backup gesichert. Da sind auch die Add-Ons drin. Will man z.B. alle Add-Ons vom Backup ausschließen packt man die "NoCronBackup" ins Verzeichnis /usr/local/addons.

Zu 4: Ob das die offizielle Methode ist weiß ich nicht. Per SSH auf die CCU einloggen und dann

Code: Alles auswählen

/bin/nice /bin/cronBackup.sh >/dev/null 2>/dev/null
funktioniert wunderbar.

Zu 2: Habe ich noch nie benutzt, hier darf sich jemand anderes äußern. :wink:

Quelle: Eigene Versuche und viewtopic.php?f=65&t=45677

Grüße
Baxxy

Edit 13.01.20 16:30Uhr
Punkt 3 gestrichen da ich die Datei "NoCronBackup" mit ".nobackup" verwechselt hatte. :shock:
Zuletzt geändert von Baxxy am 13.01.2020, 16:33, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Fragen zu den RaspberryMatic Backup Funktionen

Beitrag von jmaus » 13.01.2020, 10:31

Hallo,

nun, dann versuche ich mich auch mal an einer Beantwortung dieser Frage, auch mit der Hoffnung das es dann für alle weiteren Suchenden geklärt ist.

Also erst einmal sei vorab gesagt, das all diese Konfigurationsdateien standardmäßig NICHT installiert bzw. benötigt werden. Das automatische Backup funktioniert auch so vollkommen normal sobald man einen USB Stick an RaspberryMatic anschliesst und dieser eine Partition mit vorformatiertem und unterstütztem Dateisystem (FAT32, NTFS, ext4, f2fs, etc.) aufweist und noch genug freier Speicherplatz dort existiert.

Darüberhinaus kann man mit den folgenden zusätzlcihen Konfigurationsdateien jedoch ein paar Feineinstellungen dafür vornehmen falls man andere Randbedinungen bzgl. automatisches Backup hat oder haben möchte:
DerAlte hat geschrieben:
12.01.2020, 19:54
1)

Code: Alles auswählen

/etc/config/CronBackupMaxBackups
Der Eintrag dort drin, ist der in Stunden, Tagen, Wochen oder Monaten anzugeben?
Weder noch. Existiert diese Konfigurationsdatei gibt der Inhalt dessen die Anzahl der max. aufgehobenen Backups an. Standardmäßig ist ja die Anzahl der max. aufgehobenen Backups (bis er das älteste überschreibt/verwirft) auf 30 gestellt. Und da das nächtliche Backup eben jeden Tag 1x ausgeführt wird entspricht die darin vermerkte Zahl eben faktisch ca. 30 Tagen. Man kann hier also selbst entscheiden wieviel Backups man aufheben/vorhalten möchte oder man stellt die Zahl auf 0 und dann löscht er kein Backup mehr automatisch, was aber früher oder später dazu führen wird das dann der USB Stick volllaufen wird.
DerAlte hat geschrieben:
12.01.2020, 19:54
2)

Code: Alles auswählen

/etc/config/CronBackupPath
Hier kommt immer der Eintrag rein, wo das automatische Backup gesichert werden soll? USB-Stick/HDD, Netzwerklaufwerk usw. ?
Genau so ist es. Man trägt dann den Unix Pfad zum Ziellaufwerk bzw. Verzeichnis des nächtlichen Backups ein. Standardmäßig ist hier "/media/usb0/backup" eingestellt was wiederum dem Pfad auf einem eventl. angeschlossenen USB-Stick/HDD, etc. entspricht. Mountet man allerdings z.B. ein NFS Netzwerklaufwerk (z.B. via CUxD) ssh rootseines NAS unter "/mnt" würde man in diese Datei eben "/mnt" schreiben und schon würden die nächtlichen Backups automatisch dort landen.
DerAlte hat geschrieben:
12.01.2020, 19:54
3)

Code: Alles auswählen

/etc/config/NoCronBackup
Wozu ist diese Datei? Ich finde diese auf meinem System nicht. Muss diese manuell angelegt werden und wenn diese existiert, wird kein automatisches Backup erstellt?
Diese Datei ist dazu da das nächtliche Backup gänzlich zu deaktivieren/eliminieren. D.h. man legt einfach eine leere Datei mit dem Namen "/etc/config/NoCronBackup" an und schon wird RaspberryMatic nicht mehr jede Nacht automatisch das Backup erstellen und im CronBackupPath ablegen. Dies hilft dann z.B. wenn man selbst zu anderen Uhrzeiten oder mit anderer Logik seine Backups erstellen lassen will.
DerAlte hat geschrieben:
12.01.2020, 19:54
4) Wie kann man über die Shell manuell korrekt ein Backup anstoßen, welches dann auf dem BackupPath gespeichert wird?
Dafür gibt es technisch zwei Wege:
  1. den Skript "/bin/cronBackup.sh" manuell via Kommandozeile bzw. system.Exec() aufzurufen und dann findet die exakt selbe Logik Anwendung wie das automatisch jede Nacht erfolgt (d.h. generieren+ablegen des Backup im CronBackupPath angegebenen Verzeichnis.
  2. den Skript "/bin/createBackup.sh <DIR>" mit dem selbst wählbaren Verzeichnis auf unter dem das Backup landen soll aufrufen. Dieser Skript ignoriert dann allerdings alle die oben erwähnten "Cron" basierten Einstellungsdateien und legt das Backup immer hart in dem angegebenen Pfad ab.
Und last, not least sei noch auf den Skript "/bin/restoreBackup.sh" hingewiesen der (wie der name schon verrät) dazu dienen kann eine Backupdatei sofort (und ohne vorherige Sicherheitswarnung) in das System einzuspielen bzw. restoren.
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Re: Fragen zu den RaspberryMatic Backup Funktionen

Beitrag von DerAlte » 14.01.2020, 01:48

Danke für die Erklärung. Damit sind zumindest meine Fragen alle Beantwortet.

Wäre es nicht besser, dieses Thema anzupinnen damit es nicht unter geht?

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Re: Fragen zu den RaspberryMatic Backup Funktionen

Beitrag von SenorRossi » 26.11.2020, 21:12

Ich habe das Backup mit /mnt auf ein NAS umgeleitet. Funktioniert einwandfrei. Die Datei

Code: Alles auswählen

/etc/config/CronBackupMaxBackups
habe ich angelgt und 20 eingetragen.

Leider werden dort aber die alten Backups nicht automatisch gelöscht. Ich habe testweise das Backup händisch angestoßen.
Die shell liefert dann folgende Meldung:

Code: Alles auswählen

/usr/local/etc/config$ /bin/cronBackup.sh
ls: /*.sbk: No such file or directory
Gibt es einen Tipp was falsch läuft?
Ahoi

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Re: Fragen zu den RaspberryMatic Backup Funktionen

Beitrag von scorpionking » 26.11.2020, 21:43

DerAlte hat geschrieben:
14.01.2020, 01:48
Wäre es nicht besser, dieses Thema anzupinnen damit es nicht unter geht?
Man könnte auch einfach in die offizielle RaspberryMatic-Doku schauen, dort sind die Optionen beschrieben... :wink:

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Re: Fragen zu den RaspberryMatic Backup Funktionen

Beitrag von scorpionking » 26.11.2020, 21:47

SenorRossi hat geschrieben:
26.11.2020, 21:12
Gibt es einen Tipp was falsch läuft?
Anscheinend sucht er dein Backup unter "/" anstatt in deinem eigentlichen Backup-Pfad.
Deutet darauf hin dass die Variable "BACKUPDIR" im Script nicht sauber gesetzt wird...

Hast du eine Datei "/etc/config/CronBackupPath" angelegt und wenn ja, was ist der Inhalt dieser Datei?

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Re: Fragen zu den RaspberryMatic Backup Funktionen

Beitrag von MichaelN » 29.08.2021, 12:46

Ich habe keinen passenden Thread gefunden und wollte auch keinen neuen aufmachen.

Ich habe da eine Idee die Backup-Strategie zu verbessern. Ich persönlich brauche keine 30 Backups, die sich praktisch nur vom Inhalt ein paar Systemvariablen unterschieden. Daher wäre meine Idee mit einer optimierten Backupstrategie mit weniger Dateien einen größeren Zeitraum abzudecken:

Es wird weiterhin jeden Tag ein Backup angelegt:
TAG1
TAG2
TAG3
TAG4
TAG5
TAG6
TAG7

Am Tag 7 wird TAG1 in WOCHE1 umbenannt und ein neues Backup TAG1 geschrieben:
TAG1 => WOCHE1
TAG1

In den folgenden Tagen wird TAG2, TAG3, etc überschrieben
Nach einer weiteren Woche wird TAG1 wieder umbenannt, usw, so das nach 4 Wochen diese 4 Backups vorliegen:
WOCHE1
WOCHE2
WOCHE3
WOCHE4

Dann wird WOCHE1 in MONAT1 umbenannt, WOCHE1 mit dem aktuellen TAG1 Backup überschrieben, usw.
Schließlich MONAT1 in JAHR1
nach einiger Zeit hat man dann 26 Dateien und einen Zeitraum von 3 Jahren abgedeckt.

Code: Alles auswählen

TAG1
TAG2
TAG3
TAG4
TAG5
TAG6
TAG7
WOCHE1
WOCHE2
WOCHE3
WOCHE4
MONAT1
MONAT2
MONAT3
MONAT4
MONAT5
MONAT6
MONAT7
MONAT8
MONAT9
MONAT10
MONAT11
MONAT12
JAHR1
JAHR2
JAHR3
Was meint ihr? Gute Idee oder zu komplex?
LG, Michael.

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Re: Fragen zu den RaspberryMatic Backup Funktionen

Beitrag von Xel66 » 29.08.2021, 14:09

Der Sinn der Sache erschließt sich mir nicht. Was will ich mit einem Backup, welches eine Hard- und Softwarestand abbildet, der mit meinem aktuellen System absolut nichts mehr gemeinsam hat? Ein solches veraltetes Backup einzuspielen bringt mir nichts. Ich denke mal, ein Großteil der Anwender sitzt vor einem gewachsenen und wachsenden System.

Um mal alte Scriptversionen zu archivieren, die ich in Benutzung hatte, mache ich mir ab und zu ein PDF mit dem ProgrammeDrucken-Addon (immer dann, wenn ich auch ein Backup via WebUI mache). Den Backupnamen ergänze ich dann noch mit einer kleinen Bemerkung, wenn ich größere Um- und Zubauten erledigt habe, um ungefähr den Stand identifizieren zu können. Die PDFS tragen den gleichen Namen. Damit ist mir auf die Schnelle mehr geholfen, als Uralt-Backups einzuspielen, denn eine PDF kann ich mir auch ohne jegliche Nebenwirkungen anschauen.

Gerade kürzlich habe ich mich von allen CCU2-Backups und den ersten Jahren der Raspberrymatic getrennt, weil diese Backups in meinen Augen einfach nutzlos sind. Ein paar PDFs habe ich allerdings aufgehoben, um das Wachsen des Systems nachvollziehen zu können (wenn ich mal wissen will, seit wann ich bestimmte Geräte oder Programmierungen nutze).

Gruß Xel66
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Re: Fragen zu den RaspberryMatic Backup Funktionen

Beitrag von MichaelN » 29.08.2021, 14:45

Das ist auch ein Argument. Man muß das System ja auch nicht bis auf Jahre ausdehnen. 6 Monate reichen vermutlich locker um z. B. Eine Version ohne beschädigte rega.dom zu finden.

Also z. B. 14 tägliche Backups aufbewahren und dann bis 6 Monate zurück.
LG, Michael.

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