Neubau mit Homematic IP Wired

Kabelgebundene Sender und Empfänger aus der Serie Homematic IP wired

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MajorHammi
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Re: Neubau mit Homematic IP Wired

Beitrag von MajorHammi » 11.03.2019, 21:29

Hab natürlich alles schon gelesen. Wollte es hier aber für ein ganz konkretes Projekt nochmal zusammenschreiben. Und oft kam ja auch nicht DIE Antwort bei den Diskussionen rum. Ich dachte bei einem ganz konkreten Projekt wäre das vllt. Anders.
Und ein paar neue/unbeantwortete Fragen waren ja auch dabei ;)
Wir leben alle unterm gleichen Himmel, haben aber nicht den selben Horizont. :)

Engelchen
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Re: Neubau mit Homematic IP Wired

Beitrag von Engelchen » 13.03.2019, 09:41

Hallo zusammen,
hallo MajorHammi,

gerade habe ich meine Installation "einigermaßen" beendet. Ich habe in meinem Haus die obere Etage und den Keller komplett neu verkabelt. Die mittlere Etage war erst vor drei Jahren renoviert worden und fiel demnach leider oder zum Glück weg :roll: .

Homematic setze ich schon seit ca. 7 Jahren mit Funk ein. Nun ist alles, was möglich war, auf HM IP wired gewechselt worden.
MajorHammi hat geschrieben:
11.03.2019, 20:19
1. Ganz allgemein liebäugle ich mit dem Ansatz im Keller einen großen Verteilerschrank zu errichten (mit DRAP, 24V Versorgung Usw.) und auf jeder Etage einen Unterverteiler zu installieren. Hier soll auch die Elektrounterverteilung rein (sprich Sicherungsautomaten, Schutzschalter usw.). So kann ich die nötigen Kabelwege kurz halten und ich muss nicht alles aus dem Keller verkabeln. Spricht was gegen diesen Ansatz? Würdet ihr lieber einen zentralen Schaltschrank im Keller errichten?
Gruß!
Ich denke beides ist ok. Bei mir habe ich in das OG eine Verteilung gesetzt. Diese wird aber nur für die Aktoren und Eingangsmodule benutzt. Die LS liegen weiterhin im Keller bei der Hauptverteilung. Grund dafür war der mögliche Platz in der Unterverteilung und die möglichen Wege, um die Kabel in das OG zu bekommen. Ich habe ein 5 reihige UV im OG und die ist fast voll. Wenn Du genug Platz in den Etagen hast, dann würde ich auf eine Verteilung pro Etage setzen. Denke aber daran, dass bei mir alleine schon zwei Reihen für die Reihenklemmen verbraucht werden.
MajorHammi hat geschrieben:
11.03.2019, 20:19
2. Ich plane den Einsatz von Tastern im gesamten Haus und möchte einige 6-Fach Taster verbauen. Um mich nicht von Homematic IP Wired abhängig zu machen, möchte ich hier nicht auf die BUS Unterputzmodule setzen, sondern die Taster verkabeln. Hier die eigentliche Frage: Welches Kabel nutze ich dafür am besten? Lege ich Netzwerkkabel (wenn ich die LED Rückmeldung nutzen will müssten es ja 2 Kabel sein) oder besser irgendein Telefonkabel mit ausreichend Adern?
Meint ihr die Kabel sind gut genug geschirmt um dann doch den IPW Bus darüber zu betrieben (Also ich lege quasi genug Adern um den Taster normal anschließen zu können (Flexibilität) und nutze dann 4 der Adern um doch das Unterputz I/O Modul anzuschließen. Bei meinem Feldtest mit 10m Klingeldraht lief der BUS noch. Ich hatte aber auch keine Stromkabel in der Nähe).
Ich hatte letztes Jahr im Keller angefangen und erst mal überall CAT7 Kabel zu den Tastern gelegt. Im OG habe ich dann J-Y (ST) Y 4x2x0,8 genommen. Da läuft auch der Bus aus dem Keller drüber. Beides geht. Das J-Y (ST) Y 4x2x0,8 lässt sich aber einfacher an die Klemmen und Taster anschließen, da größerer Querschnitt.

Ich denke der Bus ist sehr robust (wenn ich mich nicht täusche RS485). Ich würde zu allen Tastern J-Y (ST) Y Nx2x0,8 ziehen. Je nachdem wie viele Adern brauche.
MajorHammi hat geschrieben:
11.03.2019, 20:19
3. Thema schaltbare Steckdosen. Wie viele habt ihr? Wie viele nutzt ihr? Da ich in schaltbaren Steckdosen keinen großen Mehrwert sehe, plane ich erstmal keine ein. Ich würde in jeden Raum aber 5x1,5 Kabel legen lassen, so hätte ich die Option 2 Steckdosen nachträglich schaltbar zu machen (oder?). Hier noch eine Frage für die Experten: Ich meine im Kopf zu haben, dass es laut VDE nicht zulässig ist 3 Spannungsfuhrende Leiter in einem Kabel zu haben? Weiß da jemand mehr?
Ich habe in jedem Raum in jeder Ecke mindestens dreier Steckdosen gelegt, von denen eine immer Schaltbar gemacht ist. Bei einem Neubau würde ich jede Steckdosenreihe mit mindestens 5x1,5 anfahren. Da kann man dann auch nachträglich noch eine Steckdose schaltbar machen. Oder man legt 7 x1,5 in die erste Dose und dann weiter zu der nächsten Dose ….
Im Endeffekt hängt das von dem Platz in der UV für die Reihenklemmen ab. (Und natürlich von den Kosten :P )
Ich habe in drei Räumen insgesamt 10 schaltbare Steckdosen. Davon werde ich ca. 5 nutzen. (Schrankbeleuchtungen, Stehlampe etc. ) .
Das kann man natürlich auch über Zwischenstecker einfach lösen :wink:

Viele Grüße
Engelchen

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Sammy
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Re: Neubau mit Homematic IP Wired

Beitrag von Sammy » 13.03.2019, 09:59

Engelchen hat geschrieben:
13.03.2019, 09:41
Das kann man natürlich auch über Zwischenstecker einfach lösen
Aber nicht, wenn die Steckdosen für den Schrank, wie so oft genau hinter dem Schrank liegen.
Links: CCU-Logik, Tipps für Anfänger, WebUI-Doku, Expertenparameter, virtuelle Aktorkanäle
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Ich übernehme für alle von mir gegebenen Hinweise, Tipps und Links keine Haftung! Das Befolgen meiner Tipps ist nur für Fachkundige gedacht und erfolgt auf eigene Gefahr!

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Re: Neubau mit Homematic IP Wired

Beitrag von Engelchen » 13.03.2019, 10:47

Sammy hat geschrieben:
13.03.2019, 09:59
Engelchen hat geschrieben:
13.03.2019, 09:41
Das kann man natürlich auch über Zwischenstecker einfach lösen
Aber nicht, wenn die Steckdosen für den Schrank, wie so oft genau hinter dem Schrank liegen.
Da hast Du vollkommen Recht und so ist es bei mir teilweise auch :)

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Re: Neubau mit Homematic IP Wired

Beitrag von darkbrain85 » 13.03.2019, 14:08

Netzwerkkabel ist definitiv nicht das richtige Kabel um Taster im Haus zu verdrahten. Was will man an einer üblichen Tasterposition auch mit einem LAN Kabel? Da wird man vermutlich kein Netzwerkgerät installieren! ;-)

Nehmt YSTY oder KNX Buskabel. Wobei ich ersteres bevorzuge, da man es auch acht adrig bekommt.
Und Steckdosen halt wie schon gesagt alle in einem Raum mit 5x1,5 oder größer durch schleifen und dann den Raum mit entsprechendem Kabel (z.B. 7x1,5) anfahren. Man braucht einfach kaum schaltbare Steckdosen im Haus.

Ich habe anfangs auch Experimente mit der abschaltung von Steckdosen bei Abwesenheit zur reduzierung des Standby Verbrauchs gemacht.
Erkenntniss: Lohnt sich nicht! Moderne Geräte gönnen sich kaum Standby Strom. Die Investition von Kabel und Relais lässt sich kaum wirtschaftlich wieder rein holen.
In meinem Büro (Schreibtisch mit einer Vielzahl von Netzteilen) war sogar die hohe Einschaltspannung ein Problem für gewöhnliche Relais. Die haben alle geklebt...

Ach ja: Ein Relais benötigt auch Strom wenn es angezogen ist. Das kann schnell mal ein Watt sein. Wenn ich jetzt jede Steckdose per Relais schalte, kann man ganz schnell alle Strompsparpläne über den Haufen werfen ;-)

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Re: Neubau mit Homematic IP Wired

Beitrag von Gerti » 14.03.2019, 07:50

Hi!

Nicht bei IP Wired, die sind bistabil und benötigen nur im Umschaltmoment Strom.

Gruß
Gerti

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Re: Neubau mit Homematic IP Wired

Beitrag von Schmakus » 14.03.2019, 15:07

Hallo,

ich bin ebenfalls aktuell bei der Planung des Schaltschranks. Von meinen 6-fach Tastern kommt auch jeweils ein J-Y(ST)Y 2x2x0,8.
Ich habe 5x HmIPW-DRI32 im Einsatz. Jeder DI hat +24V und es sind jeweils 4 GND Klemmen oben und unten vorhanden.

Nun die Frage an die Community, welche Art von Reihenklemmen Ihr verwenden würdet und wie diese gebrückt werden sollen?
Ich dachte evtl. an 4x WAGO 2002-2201 Doppelstockklemmen pro Taster. Mit einem Kammbrücker 2002-435 (1 auf 5) könnte man den GND durchbrücken.
Oder kennt jemand eine andere elegante Lösung?
Manche PIR-Melder benötigen +24V. hierfür würde ich von Wieland eine Sicherungsklemme WK4/THSI 5 verwenden.

Darf ein Potentialausgleich über alle 5 HmIPW-DRI32 Geräte erfolgen?

Grüße
Markus

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Re: Neubau mit Homematic IP Wired

Beitrag von hosi » 14.03.2019, 17:44

ich habe diese Klemmen hier verwendet: Mehrstockklemme - PT 1,5/S-3L - 3213713

Man kriegt auf engen Raum viele Adern aufgelegt 24TE brauchte ich dafür)


Ich habe von jedem Eingangsmodul immer ein - auf die Klemmleiste gezogen, also alle - sind miteinander verbunden. Ob das 100% so richtig ist kann ich dir nicht sagen, denke aber schon und funktionieren tut es auch :)

6 fachtaster und 2X2X0,8 ??

Wofür braucht jeder Eingang einen +??

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Re: Neubau mit Homematic IP Wired

Beitrag von Schmakus » 14.03.2019, 18:44

hosi hat geschrieben:
14.03.2019, 17:44
ich habe diese Klemmen hier verwendet: Mehrstockklemme - PT 1,5/S-3L - 3213713
Ok, gehen auch, aber da wäre mir die 3er Teilung ungünstig.
6 fachtaster und 2X2X0,8 ??
Sorry, Copy&Paste Fehler.... :roll: Meinte natürlich 4x2x0,8
Wofür braucht jeder Eingang einen +??
Brauchen nicht. Ist halt bei HMIPW so . Jeder Eingang gibt 24V aus und es kommt auf einem wieder zurück.
Bei Loxone z.B. ist es umgekehrt. Da gibt das Eingangsmodul 1x 24V aus und überall wo's zurückkommt gilt der Eingang als 1.
Ist aber eher OffTopic und für diesen Thread uninteressant. Spielt nur eine Rolle beim verdrahten, wenn man klassische SPS gewohnt ist. :wink:

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Re: Neubau mit Homematic IP Wired

Beitrag von darkbrain85 » 14.03.2019, 18:50

Weidmüller PRV-8... Mehr kann ich da nicht zu sagen :-D

8 Etagen damit ein 4x2x0,8 komplett auf eine Klemme passt!

Gut, das durchbrücken müsste eventuell "manuell" erfolgen, aber das ist zu verschmerzen!

Auf dem Foto sieht man die zusätzlichen Reihenklemmen für die Verbindung von 24V und GND auf den PRV-8. Ich schalte allerdings raumweise auch die 24V per Relais, was mir das einschalten der Tasterbeleuchtung bei Bedarf ermöglicht (wenn Rolladen runter und kein Licht brennt). Sonst ist die Beleuchtung halt aus. LED halten ja auch nicht ewig ;-)

Klemme 1- Kontakt 1 ist übrigens auch Taster 1.1, Klemme 14- Kontakt 7 ist Taster 14.7 und so weiter. Das macht es super übersichtlich...

Und jetzt noch ein bisschen Cableporn:
IMG_1472.jpeg

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