Nachbau von HM-Geräten mit Arduino inkl. BidCos / AskSinPP

Entwicklung und Bau von Hardware aller Art, die im HM-Umfeld eingesetzt werden kann

Moderator: Co-Administratoren

deimos
Beiträge: 2684
Registriert: 20.06.2017, 10:38
Wohnort: Leimersheim
Kontaktdaten:

Re: Nachbau von HM-Geräten mit Arduino inkl. BidCos / AskSin

Beitrag von deimos » 02.05.2018, 15:46

Hi,
linuxdep hat geschrieben:@deimos
ich dachte an so was https://www.ebay.at/itm/HLK-PM01-HLK-PM ... 283f7a8e56
Klar kosten Batterien nicht so viel, die billigen halten auch billig (kurz), Umwelttechnisch nicht so toll finde ich zumindest. Da Strom an den meisten Stellen eh vorhanden wäre bei mir. Nur ne Frage.
So ganz traue ich dem Ansatz noch nicht, die Batterien halten 2 Jahre durch. Meinen Fenstergriff musste ich schon nach einem 3/4 Jahr tauschen. Hängt viel davon ab, ob die Übertragung sofort erfolgreich ist.
Wie geschrieben: Ich werde nichts mit 230V machen, insb. nicht mit China Ware aus unbekannten Quellen. Ich will nicht die Verantwortung tragen, wenn jemand dadurch zu Schaden kommt oder irgendwo ein Haus abbrennt (auch wenn ich mit einer reinen Platine strafrechtlich *vielleicht* nicht in der Verantwortung bin, moralisch sehe ich diese Verantwortung für mich).

Wenn du in die Richtung gehen magst, dann kannst du gerne meine Platinen als Ausgangspunkt nehmen, nur nimm dann bitte meinen Namen vom Silkscreen.

Viele Grüße
Alex

Benutzeravatar
Gelegenheitsbastler
Beiträge: 464
Registriert: 15.10.2017, 07:29

Re: Nachbau von HM-Geräten mit Arduino inkl. BidCos / AskSin

Beitrag von Gelegenheitsbastler » 02.05.2018, 17:05

Ich habe die Schaltung noch nicht auf dem Tisch, um sie durch zu messen, aber ich gehe mal davon aus, dass ein Batteriebetrieb funktionieren müsste. Wichtig wäre nur, dass keine LED leuchtet, der LDO nicht genutzt wird und der µC wirklich in den Tiefschlaf geht. Gemäß dieser Liste:
https://www.bjoerns-techblog.de/2018/03 ... -pro-mini/

sollte es dann für eine relativ lange Zeit möglich sein, die Schaltung per Batterie zu betreiben. Soooo schnell ändern sich Temperatur, Feuchte und Luftdruck nicht. Daher würde ich bei mir kein Intervall von weniger als 10 Minuten einstellen. Davon ausgehend wären das dann (hoffe ich habe mich nicht verrechnet):

30mA Stromverbrauch fiktiv mit aktiviertem Sender
3,6mA Stromverbrauch µC im aktiven Zustand
3 Sekunden Laufzeit für die Übertragung
10 Minuten Intervall
0,005mA Verbrauch µC im deepsleep

6 Übertragungen pro Stunde
0,168025 mA/h
4,0326 mA/Tag
121 mA/Monat
1451 mA/Jahr

Je nach verwendeten Batterien sollte es für mindestens ein Jahr funktionieren, denn tendenziell ist der Verbrauch im Sendebetrieb deutlich geringer als 30mA. Auch ist die Laufzeit von 3 Sekunden eher hoch gewählt. Aber es kommt natürlich darauf an, wie schnell eine Übertragung erfolgreich quittiert werden kann. Ginge man von 27mA und 2 Sekunden aus, wäre der jährliche Verbrauch nur rund 880mA.

Das sind (sofern ich keinen Rechenfehler eingebaut habe) natürlich nur theoretische Überlegungen.
Das Komplizierteste an der Hausautomatisation ist der WAF.™ ​

RaspberryMatic 3.45.7.20190511 auf Raspberry Pi 3B mit HomeMatic Funkmodul von ELV und RTC
FritzBox 7490 FW 7.01 mit Mesh
FritzRepeater 1750E FW 7.01 mit Mesh
FRITZ!DECT 200 (als CUxD Gerät eingebunden)
Etliche selbst gebaute Aktoren und Sender

klassisch
Beiträge: 3404
Registriert: 24.03.2011, 04:32

Re: Nachbau von HM-Geräten mit Arduino inkl. BidCos / AskSin

Beitrag von klassisch » 02.05.2018, 17:18

Haben die Spannungswandler CE, VDE oder UL Prüfzeichen bzw. Kennzeichnung?
Wenn schon Netzbetrieb, dann schon eher die Pendants von Meanwell. Dann aber auch Isolationsstrecken und den Rest der VDE0100 und 0110 beachten und die Risiken lebenslang tragen.

Oder weit besser fertige Netzteile wie hier gelistet viewtopic.php?p=433347#p433347
Ich betreibe meine WeMos mit den darin genannten Netzteilen. Nicht nur CE Kennzeichnung, sondern auch rennomierte Prüfzeichen drauf. Gut und preiswert.
Was wohl umweltfreundlicher ist? Bei den vergleichsweise stromhungrigen WLAN Geräten wie meinen WeMos fraglos das Netzteil. Bei den anderen beschriebenen ist das schwieriger. Da braucht man bei Netzbetrieb schon für 0,70ct Ruhestrom pro Jahr, während ein Satz Batterien nur 40ct kosten würden. Und wenn man annimmt, daß die Kosten in etwa auch mit dem ökologischen Foorprint korrelieren, hätten die Batterien die Nase vorn. Also jedenfalls nicht wirklich "Pfui". Habe hier HM-Geräte, die etliche Jahre mit 2 oder 3 AA gelaufen sind. Darunter ein Bewegungsmelder, der in dieser Zeit fast eine viertel Million mal Bewegungen gemeldet hat. Da ist der ökologische Footprint wirklich nicht schlecht. Zeigt auch deutlich das Potential von BidCos (unverschlüsselt).

jp112sdl
Beiträge: 2714
Registriert: 20.11.2016, 20:01
Kontaktdaten:

Re: Nachbau von HM-Geräten mit Arduino inkl. BidCos / AskSin

Beitrag von jp112sdl » 02.05.2018, 17:21

Gelegenheitsbastler hat geschrieben:Auch ist die Laufzeit von 3 Sekunden eher hoch gewählt. Aber es kommt natürlich darauf an, wie schnell eine Übertragung erfolgreich quittiert werden kann.
Ich habe es mir angewöhnt, auf BIDI zu verzichten und Sensorwerte nur per BCAST zu versenden.
Ich brauche z.B. für die Schimmel-/Frostüberwachung keine Quittung oder erneute Aussendung. Wenn mal ein Wert verloren geht, dann ist es halt so.
Die Übertragungszeit liegt je nach Payload zwischen 17ms und 30ms.

VG,
Jérôme

Benutzeravatar
Gelegenheitsbastler
Beiträge: 464
Registriert: 15.10.2017, 07:29

Re: Nachbau von HM-Geräten mit Arduino inkl. BidCos / AskSin

Beitrag von Gelegenheitsbastler » 02.05.2018, 17:32

Ich hatte hier mal ein Projekt vorgestellt, bei dem die beschriebenen Abstände und Ausfräsungen eingehalten wurden:
viewtopic.php?f=18&t=43247

Das Netzteil wurde hier mal relativ ausführlich getestet:
https://lygte-info.dk/review/Power%20Ma ... %20UK.html

Der Aufbau der Platine ist so variabel wie möglich gehalten. Wenn man nur die wirklich benötigten Bauteile bestückt und die HV Eingänge so wie Relais weg lässt, ist die Anzahl der Bauteile insgesamt ziemlich überschaubar. 3V3,GND, SDA/SCL so wie Tx/Rx sind über die außen liegende Stiftleiste erreichbar. Pads für den Zugriff auf D4 und D5 sind auch vorhanden. Da kann man dann variabel die (onboard) LED oder andere Dinge anschließen.

Zwei der Platinen habe ich bereits verbaut. Eine im (trockenen) Außenbereich und eine in einer UP-Dose. Beide werden zur separaten Schaltung der beiden Kanäle genutzt, nicht für Rolladen.

edit: Könntest Du kurz beschreiben, wie das geht? Es hört sich in jedem Fall interessant an. So könnte man mit einer CR123 eine sehr lange Laufzeit erzielen.
Das Komplizierteste an der Hausautomatisation ist der WAF.™ ​

RaspberryMatic 3.45.7.20190511 auf Raspberry Pi 3B mit HomeMatic Funkmodul von ELV und RTC
FritzBox 7490 FW 7.01 mit Mesh
FritzRepeater 1750E FW 7.01 mit Mesh
FRITZ!DECT 200 (als CUxD Gerät eingebunden)
Etliche selbst gebaute Aktoren und Sender

deimos
Beiträge: 2684
Registriert: 20.06.2017, 10:38
Wohnort: Leimersheim
Kontaktdaten:

Re: Nachbau von HM-Geräten mit Arduino inkl. BidCos / AskSin

Beitrag von deimos » 02.05.2018, 19:37

Hi,
Gelegenheitsbastler hat geschrieben:Ich hatte hier mal ein Projekt vorgestellt, bei dem die beschriebenen Abstände und Ausfräsungen eingehalten wurden:
viewtopic.php?f=18&t=43247
Was man da klar sagen muss: Ohne passendes Gehäuse ist das hochgefährlich, weil man direkt an Netzspannung greifen kann. Für den Laien also absolut ungeeignet. Und das sage ich, obwohl ich den Aufbau der Platine wirklich gut finde.

Viele Grüße
Alex

Benutzeravatar
Gelegenheitsbastler
Beiträge: 464
Registriert: 15.10.2017, 07:29

Re: Nachbau von HM-Geräten mit Arduino inkl. BidCos / AskSin

Beitrag von Gelegenheitsbastler » 02.05.2018, 19:43

Die Datei zum Druck des Gehäuses findest Du auf der verlinkten Projektseite. Im Großen und Ganzen sollte das noch passen. Da sich die Platine bei mir in einem UP- bzw. AP-Gehäuse befindet, habe ich kein gesondertes Gehäuse genutzt, sondern sie nur in Schrumpfschlauch verpackt.
Das Komplizierteste an der Hausautomatisation ist der WAF.™ ​

RaspberryMatic 3.45.7.20190511 auf Raspberry Pi 3B mit HomeMatic Funkmodul von ELV und RTC
FritzBox 7490 FW 7.01 mit Mesh
FritzRepeater 1750E FW 7.01 mit Mesh
FRITZ!DECT 200 (als CUxD Gerät eingebunden)
Etliche selbst gebaute Aktoren und Sender

deimos
Beiträge: 2684
Registriert: 20.06.2017, 10:38
Wohnort: Leimersheim
Kontaktdaten:

Re: Nachbau von HM-Geräten mit Arduino inkl. BidCos / AskSin

Beitrag von deimos » 02.05.2018, 20:04

Hi,

mit genug Ahnung ist das eine Sache, aber eine Laie sollte da die Finger von lassen, weil er die Gefahren gar nicht beurteilen kann. Und wenn dann doch was passiert, dann wird es halt übel.

Ob Schrumpfschlauch eine zulässige Variante bin ich mir recht unsicher wegen der Möglichkeit, dass sich ein Lötpunkt durchscheuert. Auch bei den Gehäusen aus dem 3D Drucker muss man aufpassen; falsche Wahl beim Filament und man baut sich eine mögliche Brandbombe ein.

Viele Grüße
Alex

dtp
Beiträge: 6189
Registriert: 21.09.2012, 08:09
Wohnort: Stuttgart

Re: Nachbau von HM-Geräten mit Arduino inkl. BidCos / AskSin

Beitrag von dtp » 03.05.2018, 07:34

Hi,

ich finde das Projekt sehr interessant. Insbesondere, wegen der erzielbaren Größe. Ich bräuchte einen Sensor für einen Reed-Schalter, der in eine Türschlossfalle eingebaut werden soll und inklusive Batterie nicht größer als ca. 35 x 30 x 15 mm sein darf. Als Batterie kommt daher nur eine Knopfzelle à la CR2032 in Frage. Meint ihr, damit kann der Sensor mindestens 12 Monate durchhalten, wenn das Schloss im Schnitt nur ca. zwei bis drei Mal täglich bedient wird?
CCU3 mit stets aktueller FW und den Addons "CUxD" und "Programmedrucken", ioBroker auf Synology DiskStation DS718+ im Docker-Container, Homebridge auf Raspberry Pi 3B+;
einige Projekte: zentrales Push-Nachrichten-Programm zPNP, DoorPi-Videotürsprechanlage, An- und Abwesenheitsdetektion per Haustürschloss, zentrales Programm zur Steuerung von Beschattungsgeräten zBSP.

jp112sdl
Beiträge: 2714
Registriert: 20.11.2016, 20:01
Kontaktdaten:

Re: Nachbau von HM-Geräten mit Arduino inkl. BidCos / AskSin

Beitrag von jp112sdl » 03.05.2018, 07:44

dtp hat geschrieben:Hi,

ich finde das Projekt sehr interessant. Insbesondere, wegen der erzielbaren Größe. Ich bräuchte einen Sensor für einen Reed-Schalter, der in eine Türschlossfalle eingebaut werden soll und inklusive Batterie nicht größer als ca. 35 x 30 x 15 mm sein darf. Als Batterie kommt daher nur eine Knopfzelle à la CR2032 in Frage. Meint ihr, damit kann der Sensor mindestens 12 Monate durchhalten, wenn das Schloss im Schnitt nur ca. zwei bis drei Mal täglich bedient wird?
Unabhängig irgendwelcher Berechnungen zur Laufzeit, schau dir mal die CR2450 (3fache Kapazität der CR2032) oder CR2477 (5fache Kapazität der CR2032) an, ob diese von der Bauform (Größe) noch bei dir passen würden. https://de.wikipedia.org/wiki/Knopfzelle
Damit solltest du auf jeden Fall locker hinkommen.

VG,
Jérôme

Gesperrt

Zurück zu „Hardwareentwicklung und Selbstbau von Aktoren und Sensoren“