Vorstellung LiIon Batterieaktor für Lichterketten

Entwicklung und Bau von Hardware aller Art, die im HM-Umfeld eingesetzt werden kann

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Asselhead
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Re: Vorstellung LiIon Batterieaktor für Lichterketten

Beitrag von Asselhead » 22.11.2019, 13:35

Hallo zusammen,

JLCPCB bietet mittlerweile Leiterplatten Bestückung an, jedoch erst ab einer Mindestgröße von 20x20mm.
Wenn ich mal Zeit habe, werde ich versuchen ein Fräsnutzen von der Leiterplatte zu machen, damit JLCPCB das akzeptiert.
Ein Ritznutzen geht wohl nicht. Die Bauteile muss man dann bei LCSC kaufen...

Wer sich bis dahin selbst eine Leiterplatte bestücken möchte, kann sich gerne bei mir melden.
Habe mittlerweile einige überzählige da, die ich abgeben würde.
Zwei habe ich auch schon test weise bestückt - funktionieren einwandfrei.

Hier und da hab ich auch noch einzelne Bauteile da, falls jemandem was fehlt.

Bitte noch einmal im Github nachschauen, ich hab da neue Schaltungs- und Bestückungsunterlagen hinterlegt, da ich anstelle des Quarz einen Taster eingefügt habe. Das gefummel mit der Lötbrücke zum Anlernen war ich satt :o

Bei Interesse PN an mich.
Viele Grüße

Stefan

jp112sdl
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Re: Vorstellung LiIon Batterieaktor für Lichterketten

Beitrag von jp112sdl » 22.11.2019, 13:58

Asselhead hat geschrieben:
22.11.2019, 13:35
Das gefummel mit der Lötbrücke zum Anlernen war ich satt
Ich mach bei Aktoren immer "Anlernen mit Seriennumer".
Nix Tastergefummel. Nix "Lange Drücken? Kurz Drücken?" :mrgreen:
Dateianhänge
Bildschirmfoto 2019-11-22 um 13.57.43.png

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Jérôme ☕️

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jp112sdl
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Re: Vorstellung LiIon Batterieaktor für Lichterketten

Beitrag von jp112sdl » 22.11.2019, 13:59

Man könnte auch den Sketch noch dahingehend ändern, dass das Gerät beim Starten automatisch in den Pairing-Modus geht, wenn keine Zentrale verknüpft ist.

Anlernmodus in der CCU starten, danach Device booten -> angelernt.

EDIT: Ist ja schon drin 8)
Stimmt, bei der Aktion mit "ResetOnBoot" hatte ich das auskommentiert mit reingenommen.

Also einfach Zeile 113 ent-kommentieren. :mrgreen:

VG,
Jérôme ☕️

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Asselhead
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Re: Vorstellung LiIon Batterieaktor für Lichterketten

Beitrag von Asselhead » 22.11.2019, 14:16

jp112sdl hat geschrieben:
22.11.2019, 13:58
Asselhead hat geschrieben:
22.11.2019, 13:35
Das gefummel mit der Lötbrücke zum Anlernen war ich satt
Ich mach bei Aktoren immer "Anlernen mit Seriennumer".
Nix Tastergefummel. Nix "Lange Drücken? Kurz Drücken?" :mrgreen:
Hmm, guter Hinweis! Ich wusste zwar das das geht, habe es aber bisher nie benutzt. Danke!

Immerhin kann nun jeder der möchte, seine Lichterkette auch noch vor Ort Ein- und Ausschalten.
Ein Update fürs Gehäuse mit Öffnung für den Taster werde ich noch bei Thingiverse hinterlegen.
Viele Grüße

Stefan

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Re: Vorstellung LiIon Batterieaktor für Lichterketten

Beitrag von TomMajor » 22.11.2019, 21:06

habe mir gerade mal den Schaltplan angesehen, sieht ziemlich professionel aus :) .

Meine 2ct dazu:

- Du schreibst Alternativ MCP 73831T-2ATI. Der schaltet wohl bei 20% Ireg ab, nicht bei 7,5% wie der ACI Typ. Unklar sind mir die Auswirkungen beim verwendeten Akkytyp NCR18650B, ich vermute er wird weniger voll geladen, dafür ist es safer, stimmt das oder was muss man da noch beachten?

- Beim Mosfet könnte man mit einem anderen SOT23 mit weniger Rdson etwas Verlustleistung sparen (z.B. IRLML6344), wenn aber ein Widerstand R11 zusätzlich in der Lichterkette ist ist das wohl ziemlich egal.

- Bauform 0603 ist etwas schwieriger zu bestücken für den ungeübten SMD Löter (und passt leider nicht zu meiner 0805 Lagerhaltung - nur meine sehr subjektive Meinung)

- Bei größeren Stückzahlen und eventueller Bestückung bei JLCPCB usw. macht der 644 das Projekt nur teurer und ist ja unnötig für eine reine Lichterkette, ich habe aber verstanden dass du den auf Lager hattest und noch mit einem Display experimentieren willst.

Insgesamt ein sehr schönes Projekt 8), auch mit passendem Gehäuse , Respekt!
Viele Grüße,
Tom

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Re: Vorstellung LiIon Batterieaktor für Lichterketten

Beitrag von Asselhead » 23.11.2019, 15:23

TomMajor hat geschrieben:
22.11.2019, 21:06
habe mir gerade mal den Schaltplan angesehen, sieht ziemlich professionel aus :) .

Meine 2ct dazu:

- Du schreibst Alternativ MCP 73831T-2ATI. Der schaltet wohl bei 20% Ireg ab, nicht bei 7,5% wie der ACI Typ. Unklar sind mir die Auswirkungen beim verwendeten Akkytyp NCR18650B, ich vermute er wird weniger voll geladen, dafür ist es safer, stimmt das oder was muss man da noch beachten?

- Beim Mosfet könnte man mit einem anderen SOT23 mit weniger Rdson etwas Verlustleistung sparen (z.B. IRLML6344), wenn aber ein Widerstand R11 zusätzlich in der Lichterkette ist ist das wohl ziemlich egal.

- Bauform 0603 ist etwas schwieriger zu bestücken für den ungeübten SMD Löter (und passt leider nicht zu meiner 0805 Lagerhaltung - nur meine sehr subjektive Meinung)

- Bei größeren Stückzahlen und eventueller Bestückung bei JLCPCB usw. macht der 644 das Projekt nur teurer und ist ja unnötig für eine reine Lichterkette, ich habe aber verstanden dass du den auf Lager hattest und noch mit einem Display experimentieren willst.

Insgesamt ein sehr schönes Projekt 8), auch mit passendem Gehäuse , Respekt!
Hallo Tom,

vielen Dank für das Feedback!
  • Ich hatte hier den MCP73831T-2ATI ins Spiel gebracht um die Ladezeit zu verkürzen - bei Inkaufnahme eines ein paar mAh weniger voll aufgeladenen Akkus. Setzt man Rprog (R5) am Lade Chip auf 2K, wird mit 500mA geladen. Der "ATI" beendet das Laden dann bei 100mA.
    Wenn man sich die Ladekurve des NCR18650B anschaut, stellt man fest, dass nach dem Zeitpunkt, bei dem der Ladestrom auf unter 100mA fällt, der Kapazitätszuwachs nur noch marginal ist. Daher meine Hoffnung, dass der "ATI" die eh schon fast nicht mehr zeitgemäße Ladedauer etwas verkürzt.
    NCR18650B.png
  • Den FET hatte ich gewählt, weil ich ihn eh schon in der Bauteilbibliothek hatte. Bei meiner letzten Lichterkette habe ich für R11 einen 47 Ohm eingesetzt, da fällt das Rdson von 0.037Ohm oder 0.050Ohm bei 30mA LED Strom nicht mehr so ins Gewicht. Aber guter Hinweis - werde ich im Git ergänzen, zumal es den ja auch bei Reichelt gibt.
  • Ich gebe zu, dass es nicht gerade Anfängerfreundlich war die Leiterplatte mit 0603er Bauteilen aufzubauen. Ich habe es zwar nicht ausprobiert, aber es hätte mit 0805er platzmäßig knapp werden können. Die Leiterplattengröße orientiert sich ja am Akku. Insbesondere hinter dem CC1101 Modul wäre zwar noch Platz gewesen, jedoch hatte ich mich beim Design an der HMSensor-CR2032 Leiterplatte von papa orientiert, der das Programmieren mit einem Steckkartenverbinder zulässt. Den könnte man bei mir auch nutzen (Top Lage im Bereich der Kontakte beim Programmiervorgang abkleben). Wer sich so einen Programmieradapter bauen möchte, dem empfehle ich dieses Teil: https://www.reichelt.de/steckkartenverb ... stct=pos_0
    Wie man an dem Teil erkennen kann, darf dann natürlich auf der TOP und BOT Lage zum stecken kein Bauteil im Weg stehen.
  • Den Atmega644 hatte ich zum einen gewählt, weil ich davon noch einige habe und weil ich gerne einen HM-Dis-EP-WM55 Clon bauen würde, jedoch nicht mit E-Ink sondern mit einem Sharp Memory LCD Display. Mit denen hatte ich kürzlich beruflich zu tun. Die sind ebenfalls extrem Stromsparend, jedoch gleichzeitig temperaturstabil und schnell. Adafruit hat da auch ne Library zu geschrieben, die super funktioniert: https://learn.adafruit.com/adafruit-sha ... rogramming

    Das Display hat eine Auflösung von 128x128 Pixeln (daher der 644er) und wird per SPI angesteuert.

    Leider sind die Displays nicht ganz billig und meine Software Skills reichen nicht aus für eine ASKSIN Integration :wink:
    Vielleicht hat ja jemand Interesse einen Sketch so anzupassen, dass das Display daran läuft. Hardware würde ich zur Verfügung stellen.
    Wenn das ganze läuft, könnte man eine neue - kleinere Leiterplatte für das Display machen.
    Es geht um dieses Display: https://www.mouser.de/datasheet/2/365/L ... 203020.pdf
  • Falls das Interesse an dem HM-LC-SW1-Li deutlich steigt, würde ich ein Redesign mit Atmega328 machen und die Bestückung bei JLCPCB anfragen. Die Selbstbestücker müssen momentan leider in den sauren Apfel beißen und den bei Reichelt 0,65€ teureren ATMEGA 644PA-AU kaufen.
Viele Grüße

Stefan

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Re: Vorstellung LiIon Batterieaktor für Lichterketten

Beitrag von jp112sdl » 23.11.2019, 15:40

Asselhead hat geschrieben:
23.11.2019, 15:23
weil ich gerne einen HM-Dis-EP-WM55 Clon bauen würde
Asselhead hat geschrieben:
23.11.2019, 15:23
und meine Software Skills reichen nicht aus für eine ASKSIN Integration
Vielleicht hilft dir das: https://github.com/jp112sdl/Beispiel_As ... M-Dis-WM55

Bräuchtest theoretisch nur die Displaysteuerung austauschen.

VG,
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Re: Vorstellung LiIon Batterieaktor für Lichterketten

Beitrag von Asselhead » 23.11.2019, 18:30

Danke für den Tipp, werde mich mal "drangeben" wie der Rheinländer sagt :)

Bei Thingiverse habe ich noch einen Gehäuseboden für den jetzt bestückbaren Taster eingestellt:
SwitchCase.png
Viele Grüße

Stefan

TomMajor
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Re: Vorstellung LiIon Batterieaktor für Lichterketten

Beitrag von TomMajor » 23.11.2019, 19:35

Hi Stefan,

danke für die Infos bezüglich Akku laden beim NCR18650B.
Das macht die Sache verständlicher, dann sollte man vielleicht eher den ATI auf github empfehlen und nicht den ACI :?: bzw. 1,2 Sätze zum Hintergrund ACI/ATI das die Auswahl klarer wird. Nicht jeder Nachbauer wird sich wahrscheinlich mit den Ladecharakteristik des Akku beschäftigen wollen/können :wink: .

Genau so meinte ich das auch mit dem mega644. Bein Einzelstückzahlen ist es wahrscheinlich ziemlich egal (außer das man mehr pins löten muss) aber bei einer in China bestückten Kleinserie ist ein mega328 eventuell interessanter da er den Stückpreis des Gerätes in der Serie reduziert, müsste man je nach Differenz abwägen. Andererseits einen 644 mit mehr Flash/Ram in Reserve für andere Projekte zu haben ist auch nicht schlecht.. 8)

Kann das Ding dimmen bzw. hast du darauf geachtet dass auf einen pwm pin zu legen?
Viele Grüße,
Tom

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Re: Vorstellung LiIon Batterieaktor für Lichterketten

Beitrag von jp112sdl » 23.11.2019, 20:29

TomMajor hat geschrieben:
23.11.2019, 19:35
Kann das Ding dimmen bzw. hast du darauf geachtet dass auf einen pwm pin zu legen?
Ist das sinnvoll bei einem Batterieaktor?
Beim reinen Schalten wird doch nur der Pegel am Pin geändert, dann legt sich der AVR wieder schlafen - auch während der Zeit in der der Ausgang EIN ist, oder nicht?
Bei Dimmen müsste der ja permanent wach sein? Oder geht das mit PWM genau so mit dem Sleep?

VG,
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