Konzept für einen 230V Unterputz-/Aufputz-Schaltaktor mit AskSinPP

Entwicklung und Bau von Hardware aller Art, die im HM-Umfeld eingesetzt werden kann

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Horbi
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Re: Konzept für einen 230V Unterputz-/Aufputz-Schaltaktor mit AskSinPP

Beitrag von Horbi » 08.03.2021, 11:30

Glaub ich dir aufs Wort. Und keine Keule, bin froh über Anregungen.
Nur wie geschrieben, für meine Belange möchte ich das 230V Schaltnetzteil mit diskreten Bauteilen nicht selbst aufbauen und mich um die ganze Bauteilauswahl, Layout des Schaltreglers usw. bei 230V kümmern müssen. An dieser Stelle würde ich lieber auf was Fertiges zurückgreifen.
Das Problem der fertigen Netzteile, egal ob Meanwell oder das Andere, ist die Größe. So eine Unterputzdose hat erstaunlich wenig Platz :D
Gerade wenn noch ein Schalter oder eine Steckdose davor passen soll.

Das Schaltbeispiel im Datenblatt vom MP150 sieht so kompliziert nicht aus - ich wäre auch bereit mit zu investieren, sowohl Zeit als auch Prototypen Budget 8)

Matsch
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Re: Konzept für einen 230V Unterputz-/Aufputz-Schaltaktor mit AskSinPP

Beitrag von Matsch » 08.03.2021, 11:35

Und wer hat die Möglichkeit, die vom Schaltnetzteil ausgehende hochfrequente Störstrahlung zu messen?
EMV ist ein ganz schwieriges Kapitel.

Asselhead
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Re: Konzept für einen 230V Unterputz-/Aufputz-Schaltaktor mit AskSinPP

Beitrag von Asselhead » 08.03.2021, 12:33

Hallo zusammen,

ich hatte vor einiger Zeit auch mal vor, einfach nur ein Unterputz Netzteil für beliebige 3,3V Eigenbau ASKSIN Schaltungen zu machen.
Dafür hatte ich ebenfalls das MeanWell IRM-01-3.3 vorgesehen. Die Leiterplatte hätte einen Durchmesser von 45mm und eine Höhe von ca. 16mm gehabt.

Wir setzen die MeanWell in der Firma gerne ein, da sie Qualitativ in Ordnung, robust und preiswert sind. Außerdem sind sie nach den üblichen Sicherheitsstandards und Normen getestet worden.

In die Schaltung hätte ich zusätzlich zur Schmelzsicherung auch Varistor und Thermosicherung eingeplant, für den Fall der Fälle.

Der erste Versuch sah dann so aus:
UP_NT.png
UP_NT.png (22.34 KiB) 273 mal betrachtet
Habe das aber aus Zeitmangel nicht mehr weiter verfolgt.

Finde die Diskussion gut, habe die UP-Netzteil Idee aber auch wegen 230V nicht hier veröffentlicht.

@Tom: Meine Gehäuse mache ich immer mit Tinkercad. Wer sich auskennt und fit im 3D konstruieren ist, würde mich dafür wahrscheinlich auslachen :D

Wenn Du einen Catia oder Autocad/Inventor o.ä. Anwender findest, bist Du mit dem Gehäuse dort vermutlich besser aufgehoben :wink:
Viele Grüße

Stefan

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Re: Konzept für einen 230V Unterputz-/Aufputz-Schaltaktor mit AskSinPP

Beitrag von wolwin » 08.03.2021, 14:35

Asselhead hat geschrieben:
08.03.2021, 12:33
Habe das aber aus Zeitmangel nicht mehr weiter verfolgt.
Finde die Diskussion gut, habe die UP-Netzteil Idee aber auch wegen 230V nicht hier veröffentlicht.
Schade, schade ...
Die Diskussion finde ich (als Fachfremder) persönlich gut ... und es zeigt, dass die Veröffentlichung von Entwürfen (!!) von Fachleuten deutlich sinnvoller ist, als veröffentlichte Laien-Basteleien.

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Re: Konzept für einen 230V Unterputz-/Aufputz-Schaltaktor mit AskSinPP

Beitrag von TomMajor » 08.03.2021, 15:07

Horbi hat geschrieben:
08.03.2021, 11:30
Glaub ich dir aufs Wort. Und keine Keule, bin froh über Anregungen.
Nur wie geschrieben, für meine Belange möchte ich das 230V Schaltnetzteil mit diskreten Bauteilen nicht selbst aufbauen und mich um die ganze Bauteilauswahl, Layout des Schaltreglers usw. bei 230V kümmern müssen. An dieser Stelle würde ich lieber auf was Fertiges zurückgreifen.
Das Problem der fertigen Netzteile, egal ob Meanwell oder das Andere, ist die Größe. So eine Unterputzdose hat erstaunlich wenig Platz :D
Gerade wenn noch ein Schalter oder eine Steckdose davor passen soll.

Das Schaltbeispiel im Datenblatt vom MP150 sieht so kompliziert nicht aus - ich wäre auch bereit mit zu investieren, sowohl Zeit als auch Prototypen Budget 8)
Danke auf jeden Fall für das Angebot. :D
Das Bild im ersten Beitrag ist ein Entwurf in Visio, habe die großen Bauteile dort in etwa (auf den mm) in der richtigen Größe gemacht. Deswegen bin ich guter Hoffnung den Meanwell + Rest auf den gezeigten Platinenumriss in Blau zu bekommen um das Format des HM-LC-SW1-FM zu erreichen.
Bei der Höhe weiß ich aber noch nicht. Der HM-LC-SW1-FM geht sehr gut in eine UP-Dose und könnte aus meiner Sicht auch ein paar mm höher sein.

Asselhead hat geschrieben:
08.03.2021, 12:33
Hallo zusammen,

ich hatte vor einiger Zeit auch mal vor, einfach nur ein Unterputz Netzteil für beliebige 3,3V Eigenbau ASKSIN Schaltungen zu machen.
Dafür hatte ich ebenfalls das MeanWell IRM-01-3.3 vorgesehen. Die Leiterplatte hätte einen Durchmesser von 45mm und eine Höhe von ca. 16mm gehabt.

Wir setzen die MeanWell in der Firma gerne ein, da sie Qualitativ in Ordnung, robust und preiswert sind. Außerdem sind sie nach den üblichen Sicherheitsstandards und Normen getestet worden.

In die Schaltung hätte ich zusätzlich zur Schmelzsicherung auch Varistor und Thermosicherung eingeplant, für den Fall der Fälle.

Der erste Versuch sah dann so aus:
UP_NT.png

Habe das aber aus Zeitmangel nicht mehr weiter verfolgt.

Finde die Diskussion gut, habe die UP-Netzteil Idee aber auch wegen 230V nicht hier veröffentlicht.

@Tom: Meine Gehäuse mache ich immer mit Tinkercad. Wer sich auskennt und fit im 3D konstruieren ist, würde mich dafür wahrscheinlich auslachen :D

Wenn Du einen Catia oder Autocad/Inventor o.ä. Anwender findest, bist Du mit dem Gehäuse dort vermutlich besser aufgehoben :wink:
Danke für die Rückmeldung, Stefan.
Schon sehr witzig das du den gleichen Konverter auch schon mal ausgesucht hattest, das kann kein Zufall sein :lol:

Hast du mal ein Bsp. für die Themosicherung?

Der Meanwell hat bereits das drin:
Protections: Short circuit, Overload, Over voltage

EMV ist beim Meanwell auch erledigt denke ich. Beim diskretem Netzteil müsste man sich darum auch kümmern.

Habe von Jerome 2 Schaltpläne von HmIP Komponenten bekommen.
Eingangschachaltung sieht ähnlich wie bei Classic aus. Schmelzsicherung, Varistor und Sicherheitswiderstand 1k ist bei beiden drin.

Schaltnetzteil-IC beim HmIP-PSM ist der von HM Classic bekannte Viper (hier 06, bei Classic 12A), beim HmIP-BSL ist es ein LNK363DNG.
Die Schaltung mit dem LNK363DNG hat eine echte galvanische Trennung mit Übertrager und Opptokoppler, das erste mal das ich sowas in einer HM Aktorschaltung überhaupt sehe.

ich denke ich werde mal die nächsten Tage einen Grobentwurf des Leistungsteils machen um die Platzverhältnisse genauer zu bekommen.

Ob ich das dann weiter durchziehe hängt u.a. davon ab ob sich jemand findet der ein professionelles Gehäuse a la HM-LC-SW1-FM dafür zaubern kann.
Bin auch offen für Prototypen Budget Angebote wie Horbi das für die diskrete Variante angeboten hat :)
Viele Grüße,
Tom

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Re: Konzept für einen 230V Unterputz-/Aufputz-Schaltaktor mit AskSinPP

Beitrag von jp112sdl » 08.03.2021, 15:37

TomMajor hat geschrieben:
08.03.2021, 15:07
beim HmIP-BSL ist es ein LNK363DNG.
Bei unserem Geschirrspüler ist ein LNK304GN verbaut, der geht unregelmäßig alle paar Jahre kaputt.
Da gibt es bei eBay direkt schon fertige "Beutelchen" je nach Spülermodell zu kaufen, wo der IC und ein paar Widerstände mit drin sind.

Keine Ahnung, ob der IC "kaputt altert", oder ob der Hersteller hier auch beim Netzteildesign eine gewisse Obsoleszenz eingebaut hat 8)

VG,
Jérôme ☕️

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Beitrag von Asselhead » 08.03.2021, 16:23

Hi Tom,

als Thermosicherung hatte ich diese hier vorgesehen:
https://www.reichelt.de/temperatursiche ... tml?&nbc=1
Die Thermosicherung hätte ich dann (ohne die Beine zu kürzen) in Reihe zur Feinsicherung (bei mir TR5 Type wegen Bauform) eingebaut.
Die Thermosicherung dann mit einem Tropfen 2k Epoxy an das MeanWell Gehäuse kleben...


Als 1K Sicherungswiderstand hatte ich mir, zum Austausch in HM Geräten, von Vishay den NFR25H0001001JR500 besorgt.
Viele Grüße

Stefan

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Beitrag von TomMajor » 08.03.2021, 22:24

jp112sdl hat geschrieben:
08.03.2021, 15:37
TomMajor hat geschrieben:
08.03.2021, 15:07
beim HmIP-BSL ist es ein LNK363DNG.
Bei unserem Geschirrspüler ist ein LNK304GN verbaut, der geht unregelmäßig alle paar Jahre kaputt.
Da gibt es bei eBay direkt schon fertige "Beutelchen" je nach Spülermodell zu kaufen, wo der IC und ein paar Widerstände mit drin sind.

Keine Ahnung, ob der IC "kaputt altert", oder ob der Hersteller hier auch beim Netzteildesign eine gewisse Obsoleszenz eingebaut hat 8)
Schon krass, die Story. Du kaufst ab und zu einen 230V AC-DC Chip nach und wechselst das SMD Teil beim Geschirrspüler selber?
Meine Verneigung vor soviel Beharrlichkeit. 8)

Das bestärkt mich nur in meiner Meinung, mich nicht um das Design des AC-DC kümmern zu wollen/müssen sondern was Meanwell-Fertiges zu nehmen. :wink:
Viele Grüße,
Tom

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Beitrag von jp112sdl » 08.03.2021, 22:34

TomMajor hat geschrieben:
08.03.2021, 22:24
Schon krass, die Story. Du kaufst ab und zu einen 230V AC-DC Chip nach und wechselst das SMD Teil beim Geschirrspüler selber?
Der (teure) Spüler leistet an sich gute Dienste und der Fehler scheint sehr häufig vorzukommen.

In der Artikelbeschreibung ist das gut erklärt:
Zur Reparatur von Wäschtrocknern. Spül- und Waschmaschinen
der Marken AEG, Whirlpool, Bauknecht und viele andere
Häufigster Fehler:
Display dunkel, keine LED blinkt, wie "Stecker raus"
:mrgreen:

Und je nach Modell/Hersteller findet man den richtigen Bastler-Beutel...
Bildschirmfoto 2021-03-08 um 22.33.00.png

VG,
Jérôme ☕️

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Re: Konzept für einen 230V Unterputz-/Aufputz-Schaltaktor mit AskSinPP

Beitrag von TomMajor » 08.03.2021, 23:33

Krass.
230V / Fachkräfte / Installationen / VDE-Bestimmungen - Warnhinweise sind hoffentlich auch dabei?
Viele Grüße,
Tom

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