Neuplanung Heimautomatisierung Empfehlungen/Erfahrungen

Allgemeine Fragen zum Thema Hausautomation bei Neubau und Renovierung, die (noch) nicht produktspezifisch sind

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Sneaky
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Neuplanung Heimautomatisierung Empfehlungen/Erfahrungen

Beitrag von Sneaky » 14.02.2020, 21:18

Hallo liebe Bastelgemeinde,

Vorab mal mein aktueller Ist-Zustand.

-Raspberry 3 mit Raspberrymatic und Node Red
-Raspberry 1 mit Phoscon und Deconz-Stick
-Hue-Bridge
-HM-IP Heizkörperthermostate
-Leuchtmittel von Hue,Tint und Tradfri
-Sensoren von Xiaomi

Um mein Anliegen zu verdeutlichen, die aktuelle Frikelei mit mehreren Systemen und Komponenten stört mich zunehmend.
Durch einen glücklichen Zufall werde ich zeitnah einen Passiv-Rechner mit 16GB Arbeitsspeicher und einem i7 zur Verfügung haben.
Hier möchte ich gerne meine Heimautomatisierung zusammenbringen, dabei möglichst auf die Hue-Bridge und die Raspberrymatic verzichten.
Ich bin also völlig frei was Betriebssystem und Software angeht, würde dann alles neu aufsetzen.
Daher meine Frage, was nutzt Ihr um verschiedenste Komponenten einzubinden, zu verwalten und Regeln/Steuerungen zu programmieren?
Als Anmerkung, ich bin eher der Bediener grafischer Oberflächen als Programmierer.

Ich freue mich auf Eure Antworten.

Fonzo
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Re: Neuplanung Heimautomatisierung Empfehlungen/Erfahrungen

Beitrag von Fonzo » 14.02.2020, 21:55

Sneaky hat geschrieben:
14.02.2020, 21:18
Um mein Anliegen zu verdeutlichen, die aktuelle Frikelei mit mehreren Systemen und Komponenten stört mich zunehmend.
Wenn Du kein Gebastel haben willst, stellt sich die erste Frage warum Du nicht einfach den Raspberry weiterhin als OCCU nutzten willst und nur die restlichen Systeme vom i7 mit einem System der Wahl ansteuerst? Willst Du wirklich versuchen alles auf dem i7 zum Laufen zu bekommen inklusive OCCU?
Sneaky hat geschrieben:
14.02.2020, 21:18
Hier möchte ich gerne meine Heimautomatisierung zusammenbringen, dabei möglichst auf die Hue-Bridge und die Raspberrymatic verzichten.
Ich persönlich würde zumindest den Rasberry 3 als OCCU behalten und den Rest dann eben über den i7 mit einem System der Wahl ansteuern.
Die Hue Bridge brauchst Du in der Konstallation so oder so nicht zwingend, Du nutzt ja schon DeCONZ, das ersetzt die Hue Bridge, wenn Du diese nicht nutzten willst. Aber auch hier ist eben abzuwägen warum Du diese loswerden willst. Ich selber nutzte z.B. auch Hue Sync, das geht außschließlich in Kombination mit einer Hue Bridge, ist also die Frage was Du an Funktionen bei Hue brauchst.
Sneaky hat geschrieben:
14.02.2020, 21:18
Ich bin also völlig frei was Betriebssystem und Software angeht, würde dann alles neu aufsetzen.
Daher meine Frage, was nutzt Ihr um verschiedenste Komponenten einzubinden, zu verwalten und Regeln/Steuerungen zu programmieren?
Als Anmerkung, ich bin eher der Bediener grafischer Oberflächen als Programmierer.
Betriebssystem ist die Frage was Du da sonst noch so auf dem i7 installieren willst an Software. Am einfachsten ist sicher Windows, da gibt es auch viele Software für die teilwiese auch nur für Windows verfügbar ist. Wenn Du etwas flexibler sein willst, nimmst Du halt irgendein Linux System als Betriebssystem. Ich selber nutzte einen Windows Server der als Plex Server, Medien Server, Kamera Server, TV Server und zur Hausautomation dient. Zur Steuerung von unterschiedlichen Gewerken und Geräten nutzte ich selber IP-Symcon. Zusätzlich läuft bei mir noch der NEO Server auf einer CCU3.

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Re: Neuplanung Heimautomatisierung Empfehlungen/Erfahrungen

Beitrag von Black » 15.02.2020, 09:45

Die Frage ist nicht soooo einfach zu beantworten weil auch standortabhängig wegen funkabdeckung. Also der hübschsteste Server im Keller bringt nix wenn du dann die Geräte nicht mehr erreichst.

Aus dem grunde steht mein server auch im keller an einer usv. Dort läuft unter proxmox in virtuellen Maschinen eine MySQL Datenbank sowie 2 Instanzen von iobroker zur übergeordneten steuerung.
Das ganze verursacht ausser Hardware, die du ja schon hast keine weiteren Software oder laufende SUS kosten.

Homematik läuft bei mir noch auf einer raspberrymatk auf einem Pi, wenn Alex mal den Ethernet Adapter für das funkmodul fertig hat wandert das dann auch in eine virtuelle Maschine. Auch setze ich an guter Lage noch das hue Gateway ein.

Iobroker hat übrigens grafische Oberflächen zur Administration, Visualisierung und zur Programmierung. (Native geht's natürlich auch wenn man will)

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Re: Neuplanung Heimautomatisierung Empfehlungen/Erfahrungen

Beitrag von Sneaky » 15.02.2020, 16:22

Erstmal vielen Dank für die Antworten.

Da waren viel richtige Antworten für mich dabei. Funkreichweite ist bei mir eher keine Problem da es sich um eine Mietswohnung handelt.
Auch Hue Sync ist bei mir kein Thema.
Grundsätzlich habe ich mich jetzt dahin gehend orientiert möglichst viele verschiedene Gateways unter Windows einzurichten.
Die Raspberrymatic werde ich nur noch als HMIP Gateway laufen lassen, es sei denn dort gibt es auch einen Weg unter Windows.

Was mich aber noch sehr beschäftigt womit ich alle Komponenten, so denn sie im Netz eingebunden sind verwalte und steuere.
Node Red, ioBroker, Home Assist???

Was nutzt Ihr ??? Womit steuert ihr von mobilen Geräten?

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Re: Neuplanung Heimautomatisierung Empfehlungen/Erfahrungen

Beitrag von Fonzo » 15.02.2020, 18:26

Sneaky hat geschrieben:
15.02.2020, 16:22
Was mich aber noch sehr beschäftigt womit ich alle Komponenten, so denn sie im Netz eingebunden sind verwalte und steuere.
Node Red, ioBroker, Home Assist???

Was nutzt Ihr ??? Womit steuert ihr von mobilen Geräten?
Das ist absolut persönliche Geschmackssache und hängt auch davon ab von den Anforderungen zum Steuern mit einer App und wie schnell Du so was erstellt haben willst. Wenn Du mit Node Red bisher erst mal Erfahrung gesammelt hast, kannst Du das ja weiterhin einsetzten. Wenn Dir so Flows zu kompliziert zu erstellen sind, gibt es auch Alternativen.

Am unkompliziertesten und schnellsten hast Du meiner persönlichen Meinung nach eine App für mobile Geräte für Homematic IP mit NEO erstellt.
Ich selber steuere so Dinge wie DeCONZ, Hue und andere Gewerke alles aus IP-Symcon, das ist einfach mit einer normalen Installationsroutine unter Windows installiert. Als Visualisierung dient bei mir NEO, das neben Homematic eben dann noch weitere Systeme in der gleichen App Oberfläche darstellt. Da schon Iconsets in NEO vorliegen, hast Du ein einheitliches Layout und alle Grafiken werden auf das mobile Endgerät mit synchronisiert, so dass die Ladezeiten von Grafiken in der mobilen App nicht merkbar sind, da diese schon auf dem mobilen Gerät liegen und nicht erst mit der Ansicht geladen werden müssen.

Grundsätzlich empfiehlt es sich aber einfach die unterschiedlichen Möglichkeiten einfach mal anzuschauen und sich selber einen Eindruck zu verschaffen, mit was man am besten zurecht kommt, angefangen von der Installation, über die Oberfläche zum einrichten und administrieren und das erstellen einer App Oberfläche. Must Du dann selber beurteilen, was für Dich besser zu bedienen ist als die "aktuelle Frikelei".
Die Open Source Lösungen kanst Du so oder so einfach installieren und ausprobieren, von NEO als auch von IP-Symcon gibt es Testversionen, mit dem Du den vollen Funktonsumfang ausprobieren kannst. Letzlich must Du das selber wissen was zu Dir passt, der Unterschied ist auch das kommerzielle Lösungen wie NEO und IP-Symcon Geld kosten, Du dafür aber normalen Support durch den Hersteller hast, bei Open Source Lösungen ist mehr Eigeninitiative angesagt und Fragen und Probleme werden eher in einem zugehörigen Forum geklärt und nicht per Email an den Support.

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Re: Neuplanung Heimautomatisierung Empfehlungen/Erfahrungen

Beitrag von Black » 15.02.2020, 19:16

Wie gesagt ist reine Geschmacksache, wie du es aufziehen willst.

willst du nur eine gimmick App ? Dann tuns auch schon lösungen wie NEO für Homematik, sobald du da andere dinge anbinden willst, wirds bei der Produktpolitik bei NEO gerne teuer, weil du da jede zusatzoption kaufen musst (und es da auch noch das jährliche SUS gibt)

Bei den grossen übergeordneten Systemen tut sich eigentlich auch kein Unterschied im support bzw der qualität des supports, Probleme z.B. bei FHEM oder IOBroker werden gewöhnlich schnell und kompetent im entsprechenden Forum abgehandelt und behoben. Bei manch anderer professioneller Lösung musst du auch noch den Kostenfaktor mit im Auge behalten, wenn du viele IP geräte hast zum Beispiel kommen da gerne auch grössere Datenpunktanzahlen zusammen, bei Systemen, die ihre Lienzen nach der Anzahl der Tagnames lizensieren, verteuert das auch das Gesamtsystem.
Marketing Ausreden, wie wer braucht denn alle Datenpunkte würde ich kritisch bewerten. Wenn ein System dir vorschreibt, was du für sinnig zu erachten hast, nun ja, mag jeder für sich selber bewerten. Im Fehlerfall sind die in einer Datenbank archivierten Servicewarnungen pro Gerät für Auswertungen und Fehlersuchen Gold wert, auch möchte ich mich nicht von einem System beschneiden lassen, was zum Beispiel die Verwendung virtueller Kanäle bei IP Geräten angeht. Ja nach System kommt da einiges zusammen, auf meinem IOBroker sinds aktuell in dem Produktivsystem 10466 Objekte.
Auf der Homamatik kannst du die Anzahl deiner vorhandenen Datenpunkte grob mit dem Script-Einzeiler: WriteLine (datapoints.Count () ); überschlagen. hinzu kommen dann noch die ganzen zusätzlichen Tagnames von anderen Anwendeungen wie Hue usw.

Ebenso hat z.B. IPSymcon grade frisch zum 1.3. die jährliche Subscription Gebühr auf 49,99€ erhöht. Es gibt also viele Faktoren, die man abwägen und vergleichen muss.

Letztlich musst du das für dich passende System nach Anforderungen und Kosten auswählen.

Black
Zuletzt geändert von Black am 15.02.2020, 20:20, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Neuplanung Heimautomatisierung Empfehlungen/Erfahrungen

Beitrag von Fonzo » 15.02.2020, 20:10

Wobei man berücksichtigen muss das so was wie Updates oder eine Subskription niemals eine Verpflichtung ist bei einem kommerziellen System, sondern optional abschließbar ist, wenn man es denn tatsächlich benötigt.
Zu den Datenpunkten ist zu sagen, dass dies vom System abhängig, mit dem man diese dann visualisiert und man da eben schauen sollte was man wirklich für eine Visualisierung bzw. Steuerung benötigt. Die Anzahl der gesamten Datenpunkte eines Gerätes und die Anzahl der wirklich benötigten Datenpunkte für eine Steuerung bzw. Visualisierung klafft weit auseinander, in sofern bringt ein Auslesen der gesamten Datenpunkte von Homematic / Homematic IP gar nichts, man muss schon in einem solchen Fall wirklich schauen was man tatsächlich benötigt und kann dann z.B. in einer Testinstallation persönlich beurteilen wie viele Datenpunkte man in der Regel tatsächlich für eine Visualisierung oder Archivierung benötigt. Bei einer Benutzung von NEO macht es z.B. Sinn Homematic auch über das NEO Plugin Homematic CCU einzubinden, erstens hast Du so die Möglichkeiten alle Räume und Geräte automatisch erstellen zu lassen und für die betreffenden Geräte auch automatisch eine Vorlage, die man nur auf die Oberfläche ziehen muss, dann kann man schon schalten, eine Beschränkung an Geräten bzw. Datenpunkten gibt es hier in NEO keine. Für ein normales DeCONZ Gerät kannst Du z.B. in IP-Symcon pro Gerät drei Datenpunkte kalkulieren. Bei einer Steuerung von Hue Lampen musst du z.B. 7 Datenpunkte pro Lampe kalkulieren.

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Re: Neuplanung Heimautomatisierung Empfehlungen/Erfahrungen

Beitrag von dtp » 18.02.2020, 11:55

Sneaky hat geschrieben:
14.02.2020, 21:18
Daher meine Frage, was nutzt Ihr um verschiedenste Komponenten einzubinden, zu verwalten und Regeln/Steuerungen zu programmieren?
Um es kurz zu machen (ups, doch wieder länger geworden 8) ).

CCU3 mit CUxD
Synology DS718+ u.a. für den ioBroker im Docker-Container inkl. Datenlogging und Visualisierung (und natürlich für viele andere Dinge)
Raspberry Pi 3B für vcontrold (Viessmann Heizungsüberwachung und -steuerung)
Raspberry Pi 3B für DoorPi als Videosprechanlage an der Haustür
Raspberry Pi Zero W für kameragestützte Briefkastenüberwachung
Hue Bridge für Ikea Tradfri-Lampen (sehr wenige im Einsatz)

Gerade die Synology DiskStation ist für mich unerlässlich, da sie einfach ein Tausendsassa ist. Für mich gehört ein NAS einfach in jeden Haushalt mit PCs und/oder Macs. Es muss ja nicht gerade ein High-End-Gerät für 1.000,- € sein. Aber alleine für die Datenverwaltung und -sicherung ist so ein Teil Gold wert. Und dann können viele NAS, wie z.B. die von Synology oder QNAP, noch so viel mehr, wenn sie die entsprechende Rechenpower und RAM-Ausstattung aufweisen.

Der ioBroker ist "geil". Was man damit alles verbinden kann, ist schon der Wahnsinn. Zudem bringt er eine sehr flexible Visualisierung mit sich, die allerdings auch recht zeitaufwändig ist. Einziger Haken am ioBroker ist, dass der eine oder andere Adapter mit der Zeit nicht mehr weiterentwickelt wird, weil sich der Entwickler zurückgezogen hat. So ist es z.B. leider im Moment mit dem yahka-Adapter für die Homebridge der Fall. Das Teil ist klasse, aber leider dümpelt es seit fast einem Jahr nur noch so dahin, obwohl es vieles zu verbessern gäbe. Trotzdem, der ioBroker ist ne tolle Sache, die man sich zumindest mal ansehen sollte.
CCU3 mit stets aktueller FW und den Addons "CUxD" und "Programmedrucken", ioBroker auf Synology DiskStation DS718+ im Docker-Container, Homebridge auf Raspberry Pi 3B+;
einige Projekte: zentrales Push-Nachrichten-Programm zPNP, DoorPi-Videotürsprechanlage, An- und Abwesenheitsdetektion per Haustürschloss, zentrales Programm zur Steuerung von Beschattungsgeräten zBSP.

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