Problem mit Schaltsteckdose und Umwälzpumpe

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robbi77
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Re: Problem mit Schaltsteckdose und Umwälzpumpe

Beitrag von robbi77 » 17.04.2017, 09:49

Gute Frage ...


Gruß
Roberto
Bei Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie den Elektriker Ihres geringsten Mißtrauens!
http://www.eq-3.de/service/downloads.html
Tips und Tricks für Anfänger: viewtopic.php?t=22801
Programmlogik: viewtopic.php?f=31&t=4251

dondaik
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Re: Problem mit Schaltsteckdose und Umwälzpumpe

Beitrag von dondaik » 17.04.2017, 10:04

da man ja "am offenen herzen" operiert ;-) ... wurde schon mal ein entstörkondensator probiert?
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wer schreibfehler findet darf sie behalten.

Didi62
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Re: Problem mit Schaltsteckdose und Umwälzpumpe

Beitrag von Didi62 » 17.04.2017, 11:37

Einfach ne "dumme", ungeregelte Pumpe nehmen, die verursachen diese Probleme nicht.

Xel66
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Re: Problem mit Schaltsteckdose und Umwälzpumpe

Beitrag von Xel66 » 17.04.2017, 11:56

jmaus hat geschrieben: Will einfach verstehen was da genau der grund sein kann und ob man das mit gewissen filtern beseitigen kann (langes kabel ist hier keine Alternative)
Es gibt Netzfilter, die im HiFi-Bereich verbreitet sind. Solche gibt es als Zwischenstecker und auch als Steckdosenleiste sowie als Einbaubuschse und Fertigschaltung. Die Funktionsweisen gehen von billigen Feritkernen bis zu aufwändigen Tiefpass-Schaltungen. So ein Filter muss eben zwischen Pumpe und Aktor.
charlyhomematic hat geschrieben:Einspruch, Euer Ehren,

mit der CE-Kennzeichnung bestätigt der Inverkehrbringer ...
Und das kann man (als Hersteller/Inverkehrbringer) sich nicht heraussuchen, ob wirtschaftlich sinnvoll oder nicht.
Grundsätzlich richtig. Der Aufwand muss aber auch nicht übertrieben werden. Aber die Vorschriften definiern nur die Mindestanforderungen und nicht das maximal Mögliche. Homematic kommt mit haushaltsüblichen Störeinkopplungen (z.B. elektronische Netzteile, haushaltsübliche Antriebe wie Staubsauger etc. und nicht zuletzt Powerlan u.ä.) zurecht, denn Aktoren werden gemeinsam mit allerlei Geräten, die die Netzspannung massiv verschmutzen (Oberwellen, Störeinkopplungen usw.) in einem Netz betrieben. Insofern dürften die entsprechenden Vorschriften eingehalten sein.

Probleme gibt es anscheinend nur mit bestimmten Antrrieben, die funktionsbedingt massiven Einfluss auf die Sinusform der Netzspannung für das eigene Gerät nehmen (Stromumrichter und Phasenan- und abschnittsteuerungen für Leistungs- und Frequenzsteuerungen). Und im Fall der Umwälzpumpe wird das störende Gerät direkt ohne jegliche dämpfenden Netzbestandteile an den Aktor angeschlossen. Die Störquelle und dessen Einflüsse sind also direkt beieinander.

Diese beschriebenen Einflüsse verursachen prinzipbedingten Rückfluss von Störspannungen und -impulsen in die Netzspannung und diese haben durch das verursachende Gerät und dessen Steuerung minimiert zu werden. Geräte dürfen sich nicht nur nicht stören lassen, sonder haben eben auch ihre Störemissionen zu minimieren. Darum müsste man bei diesem Gerät mal nach dem CE-Zeichen schauen. Bei Messaktoren werden funktionsbedingt derartige Störeinflüsse ebenfalls eingekoppelt, weil sie ja zu Erfassung der Werte direkt an die Netzspannung angekoppelt sind. Diese Störungen herauszufiltern und dann noch ein "exaktes" Messergebnis zu liefern, ist mit der verbauten Technik nicht machbar. Darum hilft nur, die Geräte durch Filter zu entkoppeln oder eben auf deren messtechnische Erfassung zu verzichten. Inwieweit das ermittelte "Messergebnis" unter den gegebenen Bedingungen dann noch richtig ist oder mehr als Abschätzung der Größenordnung zu betrachten ist, steht auf einem ganz anderen Blatt. Weisheit eines früheren Kollegen: "Wer viel mißt, mißt Mist."

Gruß Xel66
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Sven_A
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Re: Problem mit Schaltsteckdose und Umwälzpumpe

Beitrag von Sven_A » 18.04.2017, 08:21

Och Leute, ihr macht mich fertig: Ich habe eine Mess-Schaltsteckdose unterm Bett hängen, die ein einzelnes 12V Netzteil an dem 2 weiße LEDs und Vorwiderstände hängen. Die wird per Bewegungsmelder als Nachtlicht eingeschalten, damit ich mir nicht nochmal das Schienbein zerbrösel. Jedenfalls hatte ich jetzt schon 2 mal den Effekt das die gehängt ist, am Schalter ging auch nichts mehr. Gestern hab ich die aktuelle Firmware drauf gespielt, weil ichs darauf geschoben habe. Und jetzt ihr mit eurem Thread... dann muss ich wohl nochmal umbauen.

Gruß,
Sven

P.S.: Bevor jetzt einer fragt warum ich dazu eine Mess-Steckdose nehme: Der Bausatz war bei elv gerade verfügbar, die normale Schaltsteckdose nur als teureres Fertiggerät zu haben.

derrapf
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Re: Problem mit Schaltsteckdose und Umwälzpumpe

Beitrag von derrapf » 10.07.2018, 23:49

Hallo alle
Habe offensichtlich das gleiche Problem mit einem Deckenventilator. Hat jemand schon die Netzfilterloesung probiert und kann berichten ob es funktioniert hat? Ev. sogar ein Produkt empfehlen?
Gruss Ralf
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Re: Problem mit Schaltsteckdose und Umwälzpumpe

Beitrag von Sven_A » 11.07.2018, 08:18

Ich hab einen Ferritkern verbaut, seitdem keine Probleme mehr:
viewtopic.php?p=358584#p358584

Gluehwurm
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Re: Problem mit Schaltsteckdose und Umwälzpumpe

Beitrag von Gluehwurm » 11.07.2018, 08:34

Den verlinkten (vorletzter Beitrag im anderen Fred) gibt es bei ELV nicht mehr ... :wink:

Gruß
Bruno

Sven_A
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Re: Problem mit Schaltsteckdose und Umwälzpumpe

Beitrag von Sven_A » 11.07.2018, 08:42

Danke für den Hinweis... dann sollte Artikel 68-02 93 12 genau so gut funktionieren, hoffe ich ;-)

slg60
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Re: Problem mit Schaltsteckdose und Umwälzpumpe

Beitrag von slg60 » 13.07.2018, 16:53

Habe ein ähnliches Problem mit einem Homematic IP FSM. Der schaltet eine 5W Zirkulationspumpe. Auch hier hatte ich hin und wieder totalen Kommunikationsausfall. Nur durch einen Spannungsreset war der Aktor wieder ans Leben zu bekommen. Habe nun als erstes einen Ferrit vor den Aktor Pumpenseitig gepackt, bisher läuft alles seit etwa einer Woche reibungslos.... Gehe auch von Störungen aus...

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