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Homematic Türschlossantrieb mit Akku

Kabellose und kabelgebundene Sender und Empfänger der Serie Homematic "classic"

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Homematic Türschlossantrieb mit Akku

Beitragvon greatone1 » 16.04.2018, 23:13

Hallo Forum,

bei mir sind mehrere "alte" Keymatic noch in Betrieb die jeweils über das KM300RI Remote Interface per "Draht" angesteuert werden. Mit diesem Interface hat man auch 3 Mignon Akkus erhalten die dann zusammen mit der Datenleitung für das serielle Protokoll für die "unterbrechungsfreie" Spannungsversorgung der Keymatic Sorge trug. Dazu hat man die 3x AA-Batterien durch die Akkus getauscht und das Interface angeschlossen. Unten in der Keymatic waren zwei Stecker, ein 2-poliger für eine externe LED und ein 4-poliger (Masse, Akku, Netzteil, Daten) für das Interface und eine Ladekontroll-LED. Diese LED leuchtete wenn vom Interface aus die Akkus mit "Ladung" versorgt wurden.

Eine der alten Keymatic ist gestorben und ich war ziemlich verblüfft als man mir bei ELV versicherte, dass es keine neuere "Homematic" Variante mehr gibt die per Draht angesteuert werden kann und es deshalb auch kein Interface mehr dazu gibt. :evil:

Es blieb daher nur der Umbau auf Homematic Türschlossantrieb und "Tasterschnittstelle" zur Ansteuerung.

Ich war dann ziemlich verblüfft, als ich die neue Homematic erhielt und das Gerät unten die beiden identischen Stecker aufwies wie meine alten Teile. Ich habe dann mal die entsprechende LED angesteckt, blinkt wie ich es von den alten Modellen kenne und auch das KM300RI Remote Interface mal dran gehängt. Vorsichtshalber Batterien gegen Akkus vorher getauscht. Und siehe da! 8) Die Lade-LED am neuen Homematic Antrieb leuchtet und nach bisheriger Beobachtung wird auch geladen. Leider konnte ich aber das Interface nicht so weit mit der Homematic verheiraten, dass es damit ansteuerbar wäre. :|

Meine Frage hat jemand hier im Forum schon mal über längeren Zeitraum getestet, dass die Ladung der Akkus im Homematic Türschlossantrieb tatsächlich über das alte KM300RI Remote Interface gewährleistet ist? Die leuchtende Ladekontroll LED lässt dies vermuten aber ein tatsächlicher Nachweis ist es so natürlich nicht.

Ich benötige an anderer Stelle eine neue "Schloss-Installation" und möchte dort gerne auch einen neuen Antrieb Akku versorgt betreiben. Da es ja das KM300RI nicht mehr gibt, hat jemand schon mal einen "Akku-Lader" oder ähnliches zum Laden von Akkus im "neuen" Homematic Türschlossantrieb gebaut? Das nötige Kabel mit dem Mini-Molex Stecker ist ja ohne Schwierigkeiten beschaffbar.

Hat jemand einen "Schaltplan" zum KM300 Ri oder weiß genauer was darin "elektronisch" passiert?

Ich würde mich sehr freuen, wenn jemand im Forum dazu einen Informations-Vorsprung hätte und mir ein paar Inputs liefern könnte. Danke schon mal im Voraus.

Liebe Grüße

Ewald
greatone1
 
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Re: Homematic Türschlossantrieb mit Akku

Beitragvon Gluehwurm » 17.04.2018, 09:34

Hi Ewald,

meine Planung dazu besteht schon länger, leider habe ich die Umsetzung nicht geschafft. Schaltpläne von der Keymatic (der alten) gibt es im Netz und wenn ich mir die Teile anschaue, hat sich da nix geändert (Vermutung meinerseits). Die Stecker habe ich mal besorgt, Interface und so habe ich nicht gefunden.

Hast Du zufällig einen Plan von dieser Schnittstelle? Den gibt es nirgends.

Gruß
Bruno
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Re: Homematic Türschlossantrieb mit Akku

Beitragvon Samson71 » 17.04.2018, 14:01

greatone1 hat geschrieben:Meine Frage hat jemand hier im Forum schon mal über längeren Zeitraum getestet, dass die Ladung der Akkus im Homematic Türschlossantrieb tatsächlich über das alte KM300RI Remote Interface gewährleistet ist?

Ich selber zwar (leider) nicht, aber es gibt User, die das alte Interface für die permanente Stromversorgung (Ladung) ihrer aktuellen Keymatic nutzen.
https://homematic-forum.de/forum/viewtopic.php?f=19&t=12073
Das funktioniert wohl soweit. Steuerung natürlich nicht. Hatte das auch vor, aber auch gebraucht war damals schon kein Interface mehr zu bekommen.
greatone1 hat geschrieben:Da es ja das KM300RI nicht mehr gibt, hat jemand schon mal einen "Akku-Lader" oder ähnliches zum Laden von Akkus im "neuen" Homematic Türschlossantrieb gebaut? Das nötige Kabel mit dem Mini-Molex Stecker ist ja ohne Schwierigkeiten beschaffbar.

Es gab einen Ansatz für eine Solarstromversorgung, aber der ist wohl nicht zu Ende geführt oder aber zumindest nicht zu Ende dokumentiert. Eine PN blieb damals unbeantwortet, bzw. ungelesen. Die letzte Anmeldung des Users ist jetzt auch schon 2 Jahre her.
https://homematic-forum.de/forum/viewtopic.php?f=18&t=23290
https://homematic-forum.de/forum/viewtopic.php?f=27&t=8608
Auch der Nachbau der Ladefunktion des KM300RI wurde schonmal diskutiert.
https://homematic-forum.de/forum/viewtopic.php?f=19&t=19572
Letzten Endes bin ich auf Batteriebetrieb geblieben. Eines der nächsten Projekte wird aber ne neue Haustür. Die kriegt dann nen Motorschloss. Dann fliegt die KM eh raus.
Gruß, Markus
Samson71
 
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Re: Homematic Türschlossantrieb mit Akku

Beitragvon grissli1 » 17.04.2018, 15:59

Hi!
Ich bin ein User, der das Interface seit Jahren mit einer HM Keymatic betreibt.
Das Aufladen der Akkus funktioniert ohne Probleme. Nur die drahtgebundene Ansteuerung funktioniert nicht.

Also auf jeden Fall das Interface behalten falls du wieder eine Keymatic einsetzen möchtest.

Beste Grüße
Chris
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Re: Homematic Türschlossantrieb mit Akku

Beitragvon greatone1 » 17.04.2018, 16:41

Hallo Bruno, Chris und Markus,

vielen Dank für Eure Mühe, die Links und die Rückmeldungen. Ich werde versuchen, aus den verschiedenen Informationen eine mögliche Lösung, also eine "Ladeelektronik" auf den Weg zu bringen. Schade, dass ELV den an und für sich guten Ansatz nicht mehr weiterverfolgt.

Eines der nächsten Projekte wird aber ne neue Haustür. Die kriegt dann nen Motorschloss. Dann fliegt die KM eh raus.


Wir haben für ein Schweinegeld in unserer Haustür Winkhaus Bluemotion Beschläge mit dem dazu gehörenden eingebauten Motor. Würde ich nie wieder machen. Wir hatten die Variante mit externen Winkhaus Interface. Da gehen vier Adern zur Winkhaus Elektronik, dann braucht es 24 V Versorgungsspannung und es gibt dann Eingänge für Tag/Nacht Betrieb und Tür öffnen/schließen.

Das ganze fing schon von Beginn an blöd zu sein. Denn das externe Interface war DOA - Dead-On-Arrival - ich hatte den Fehler gemacht es nicht beim Türbauer zu kontrollieren und daher den schwarzen Peter. Kundenservice bei Winkhaus beschränkt sich auf's zuhören und dann auf den Verweis bei den örtlichen Partnern. Nur mit viel Quengelei war es mir möglich ein Austausch Interface zu erhalten ... ansonsten hätte ich weiter € 400 berappen müssen für ein neues Interface ...

Tür und Schloss verrichtete fast 2 Jahre brav den Dienst und von heute auf morgen verwarnte einem das Schloss mit aufgeregten Gepiepse: "Es ist etwas schwergängig, SOFORT repaprieren!" Das SOFORT bezieht sich auf 10 weitere Betätigungen, dann peift das Schloss bei jeder Betätigung gut 10 Sekunden und führt aber keine Aktion mehr aus. Man kann den Fehlerzähler zurücksetzen, dann kann man wieder 10 Mal auf- und zusperren ... dann kam der Türbauer und der konnte auch nur wie ich feststellen, alles läuft butterweich, der ganze Verschlussmechanismus kann mit dem kleinen Finger betätigt werden, nichts schwer gängig - Diagnose mit Winkhaus: Motor kaputt

Garantie? Gerade noch so - sonst wären damals für den Motor das ist Elektronik, ein Reedkontakt, zwei Mikroschalter, der Motor selbst mit Schnecke und einer Kulisse die in den Schließmechanismus eingreift und drum herum ein Metallkasten in etwa wie bei einem mechanischen Schloss ca. €1000 fällig gewesen. Glück gehabt! Bis die Tür wieder getan hat sind glaube ich sind 6 oder 8 Wochen vergangen.

Zwei Jahre später, keine Garantie, Türbauer nicht mehr existent da pleite, Tür spielt das Lied vom Tod. Am 23. Dezember! Kontrolle auf Leichtgänigkeit, Hysterie-halber durch einen Schreiner / Türbauer vor Ort, er kann nichts finden was irgendwie schwer geht, Tür optimal eingestellt. Ich brauche nicht zu erläutern, dass man in der Weihnachtszeit vor 10. Januar nur null Unterstützung insbesondere von WInkhaus bekommt, nach 10. Januar drei Angebote für das Ersatzteil Winkhaus Motorkasten zwischen 1.300 bis 1.500 plus Anfahrt, plus Arbeitszeit .... aber das Beste und die Krönung war, dass sich alle einig waren Lieferzeit 8 bis 10, vielleicht 12 Wochen. Also nicht schwer Herzens gute €2.000 in die Hand nehmen und dann ist gut, nein man muss sich auch noch 3 Monate damit ärgern. Ich war kurz davor über ebay eine komplette Haustüre samt Rahmen zu kaufen die in irgendeinen Neubau nicht passte und das ganze Beschlagsystem samt Bluemotion Elektronik und Motor hatte, für € 2.300 - Dann nach viel Tante google habe ich im Stuttgarter Raum einen Großhändler gefunden der einfach über seinen Shop den Original Winkhaus Türbeschlag samt Motor für "billige" € 700 ab Lager angeboten hat, da habe ich dann zugeschlagen und einen Tag später selbst eingebaut. Übrigens das Wort "Lager" ist für die Firma Winkhaus ein Fremdwort, ich hatte mich bis zur GL durchgeekelt und man hat mir versichert man müsse einfach auf den Fachhandel zurückgreifen, der sollte so was schon im ... wie war das böse Wort ... Lager haben. Winkhaus selbst arbeitet nur Auftrags-bezogen.

Jetzt im Frühjahr, wieder gut zwei Jahre später: "Spiel mir das Lied vom Tod!" - jetzt geht es wieder zurück auf Keymatic. Was ich von meinem Winkhaus Abenteuer verwende ist der Kabelübergang im Türfalz, den Reedkontakt in einem der ausgeschlachteten Motorelektronik Gehäuse und den Verriegelungs-Beschlag in der Tür selber.

Ich will gar nicht daran denken wie viel Home- und Keymatic Budget ich bei Winkhaus versenkt habe!

Ansonsten ist Winkhaus wirklich super.

Ewald
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Re: Homematic Türschlossantrieb externe Stromversorgung

Beitragvon greatone1 » 21.04.2018, 21:34

Hallo!

Auf Grund der Anregungen habe ich mal mein Interface KM300 RMI näher angeschaut. Es hat ja 4 Leitungen die es mit dem Keymatic Türschlossantrieb verbindet.
  • (A) Masse
  • (B) ( 8 V = )Spannungsversorgung für die Ladung der Akkus vom KM300 RMI zum Türschlossantrieb
  • (C) Akku/Batterie Spannung vom Türschlossantrieb zum KM300 RMI
  • (D) Datenleitung für serielle Kommunikation zum Türschlossantrieb

Ich bin mit einem Fluke mal ans Reserve-Engeneering gegangen und zur folgenden Erkenntnis gekommen. Die Akku/Batterie Spannung (C) wird ausschließlich über Widerstände als Pull-UP Spannung für die Schaltleitungen: verriegeln, entriegeln, öffnen und ein in meinem Interface nicht bestückten Elektronikteil auf der Platine verwendet.

Auf der Platine gelangt die exteren Stromversorgung ( 10 -12 V = ) über den Hohlstecker bzw. parallel von den Klemmen (+) und (-) über eine Verpolungs-Schutzdiode an einen "üblichen" ungekühlten TO-220 Spannunsgregler für 8 V an die Leitung (B) und wird offensichtlich innerhalb des Türschlossantriebs dann auch bei neueren Versionen zum Laden der Akkus die anstatt der AA-Batterien eingelegt werden können. Wenn man die übers Netz auffindbaren Schaltpläne für die alten Keymatic Türschlossantriebe anschaut, stellt man fest, dass innerhalb des Türschlossantriebs eine "Logik" verbaut ist die wie auch immer die Ladung überwacht und wenn die Akkus voll sind die Ladung deaktiviert bzw. aktiviert.

Ich werde eine 8V Versorgungsspannung mit einem TO-220 Regler aufbauen und diese über den geeigneten Molex PicoBlade Kabel-Platine Steckverbinder Stecker an den Keymatic Türschlossantrieb anschließen.

Ich denke mehr als die 8V Versorgung braucht es nicht. Ich werde später dann berichten ob man so einfach mit der reinen 8V Versorgung die nicht mehr erhältlichen KM300-RMI Interfaces als "Ladequelle" für Akkus im "neuen" Keymatic Türschlossantrieb ersetzen kann. Übrigens als Akku wurden damals die inzwischen nur dürftig erhältlichen überlade-festen 1.100 mAh HHR-110AA Akku vorgeschrieben. Es dürfte sich empfehlen diesen oder einen ähnlichen Akku einzusetzen.

Ewald
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