[GELÖST] Betrieb RaspberryMatic ohne Funk-Module, dafür mit Funk-Gateway HMIP-HAP möglich ?

Einrichtung, Nutzung und Hilfe zu RaspberryMatic (OCCU auf Raspberry Pi)

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jmaus
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Re: [GELÖST] Betrieb RaspberryMatic ohne Funk-Module, dafür mit Funk-Gateway HMIP-HAP möglich ?

Beitrag von jmaus » 18.02.2021, 11:51

obartelt hat geschrieben:
18.02.2021, 11:32
Ok, danke für die Ausführungen und Deine Geduld! :-) D.h. mit dem von mir bestellten RF-USB-Funkstick kann ich gar nichts anfangen, wenn ich nur HmIP-Geräte habe? Weil in den Voraussetzungen (hatte ich gelesen, aber wenn man neu in der Materie ist, sind viele Sachen halt doch böhmische Dörfer ;-)) steht unter "homematicIP Funk" auch "HmIP-RFUSB"?
Ein HmIP-RFUSB kannst du prinzipiell auch nutzen, ja. Nur wirst du aus verschiedenen Gründen damit kein Spass haben. (1.) Ist das eine Krücke, kommt nur mit alter Firmware und fragwürdiger Sende-/Empfangsleistung daher. (2.) kann es nur homematicIP und kein "altes" HomeMatic/BidCos-RF. Und (3.) kann man damit auch kein HmIP-HAP oder HmIPW-DRAP Wired Gateway anbinden. Die einzige momentan tragbare und zukunftssichere RF-Modullösung ist ein RPI-RF-MOD!
obartelt hat geschrieben:
18.02.2021, 11:32
Und was benötige ich jetzt genau, wenn ich dieses ominöse RPI-RF-MOD verwenden will? Eine HB-RF-USB für USB oder eine HB-RF-ETH für LAN und dann jeweils in Kombination mit dem Modul oder wie? Gibt's da Vor-/Nachteile für die eine oder andere Lösung? Und wo ist der Unterschied zwischen HB-RF-USB-TK und HB-RF-USB-2? Und kann ich bei so einem "Workaround" dann trotzdem die Access Points (zusätzlich) einbinden (als Repeater oder was da möglich ist)?
Na ob du ein HB-RF-USB-2 oder ein HB-RF-ETH nimmst um darauf dann ein RPI-RF-MOD zu stecken bleibt dir und deinen Wünschen überlassen. Wie der Name schon sagt steckt man das HB-RF-USB-2 via USB Kabel an seinen virtuellen Host und das HB-RF-ETH positioniert man irgendwo (am besten am gleichen Switchsegment) innerhalb seines LAN. Bevorzugen würde ich persönlich immer das HB-RF-USB-2, wenn das möglich ist denn damit sind die Latenzzeiten garantiert geringer als mit einem HB-RF-ETH das ggf. wegen hoher switchauslastung oder sonstiger problem im LAN dann doch mal nicht erreichbar sein kann. Aber wie gesagt hängt das von deiner Nutzungs bzw. Use-Case ab und nur du kannst wissen ob neben deinem virtuellen Hostsystem du noch einen USB Anschluss in der Nähe hast wo du ein 2 Meter USB-Kabel an das HB-RF-USB-2 stecken kannst und das damit dann das RPI-RF-MOD an einer optimalen Stelle ist um alle deine HomeMatic/homematicIP Funkkomponenten optimal zu erreichen.

Und HB-RF-USB-TK vs. HB-RF-USB-2. Das letztere ist eben die neueste Version bzw. revision die glücklicherweise wegen ihrer Bauart direkt in ein RaspberryPi bzw. ELV-Charly-Gehäuzse samt RPI-RF-MOD dann passt und man dann gleich auch ein Gehäuse dazu haben kann ohne sich was basteln zu müssen.
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Re: [GELÖST] Betrieb RaspberryMatic ohne Funk-Module, dafür mit Funk-Gateway HMIP-HAP möglich ?

Beitrag von deimos » 18.02.2021, 12:07

Hi,
jmaus hat geschrieben:
18.02.2021, 11:51
denn damit sind die Latenzzeiten garantiert geringer als mit einem HB-RF-ETH
Je nach Netzwerksetup sind die von dir beschriebenen Probleme möglich, aber wenn man die außen vor lässt, dann ist die Latenz vergleichbar in manchen Hardware Kombinationen hat die HB-RF-ETH sogar niedriger Latenzen. Hintergrund ist die Art und Weise wie USB technisch funktioniert. Die größte Anteil der Latenz kommt bei alle drei möglichen Anschlussvarianten (GPIO, USB, ETH) aber von der UART Kommunikation mit 115200 Baud und die ist bei allen drei Varianten in gleichen Weise vorhanden.
Daher würde es mich schon interessieren, woher du die "Garantie" deiner Aussage nimmst.

Viele Grüße
Alex

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Re: [GELÖST] Betrieb RaspberryMatic ohne Funk-Module, dafür mit Funk-Gateway HMIP-HAP möglich ?

Beitrag von Daimler » 18.02.2021, 12:10

Nachtigall, ick hör dir trapsen. :wink:
Gruß Günter

3 * pivccx mit 3.57.4 in Produktiv, pivccx mit 3.57.4 Testsystem mit HM-, HMIP- und HMIP-Wired Testgeräten, 3 * HPCx Studio 4.1,
6 * L-Gateway, 3 * RS-L-Gateway, 4 * HAP, FHZ200x, vereinzelt noch FS2x-Komponenten.
HM: Zur Zeit knapp 300 Komponenten mit ??? Kanälen .

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Re: [GELÖST] Betrieb RaspberryMatic ohne Funk-Module, dafür mit Funk-Gateway HMIP-HAP möglich ?

Beitrag von jmaus » 18.02.2021, 12:30

deimos hat geschrieben:
18.02.2021, 12:07
Daher würde es mich schon interessieren, woher du die "Garantie" deiner Aussage nimmst.
Stimmt, war eine falsche Wortwahl. Ersetze "Garantie" mit "Einschätzung" :D Und danke das du das technisch von deiner Seite aus aufgeklärt hast.
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Re: [GELÖST] Betrieb RaspberryMatic ohne Funk-Module, dafür mit Funk-Gateway HMIP-HAP möglich ?

Beitrag von obartelt » 18.02.2021, 14:26

jmaus hat geschrieben:
18.02.2021, 11:51
Ein HmIP-RFUSB kannst du prinzipiell auch nutzen, ja. Nur wirst du aus verschiedenen Gründen damit kein Spass haben. (1.) Ist das eine Krücke, kommt nur mit alter Firmware und fragwürdiger Sende-/Empfangsleistung daher. (2.) kann es nur homematicIP und kein "altes" HomeMatic/BidCos-RF. Und (3.) kann man damit auch kein HmIP-HAP oder HmIPW-DRAP Wired Gateway anbinden. Die einzige momentan tragbare und zukunftssichere RF-Modullösung ist ein RPI-RF-MOD!
Ok, verstanden, ist abbestellt, danke! ;-)
jmaus hat geschrieben:
18.02.2021, 11:51
Na ob du ein HB-RF-USB-2 oder ein HB-RF-ETH nimmst um darauf dann ein RPI-RF-MOD zu stecken bleibt dir und deinen Wünschen überlassen. Wie der Name schon sagt steckt man das HB-RF-USB-2 via USB Kabel an seinen virtuellen Host und das HB-RF-ETH positioniert man irgendwo (am besten am gleichen Switchsegment) innerhalb seines LAN. Bevorzugen würde ich persönlich immer das HB-RF-USB-2, wenn das möglich ist denn damit sind die Latenzzeiten garantiert geringer als mit einem HB-RF-ETH das ggf. wegen hoher switchauslastung oder sonstiger problem im LAN dann doch mal nicht erreichbar sein kann. Aber wie gesagt hängt das von deiner Nutzungs bzw. Use-Case ab und nur du kannst wissen ob neben deinem virtuellen Hostsystem du noch einen USB Anschluss in der Nähe hast wo du ein 2 Meter USB-Kabel an das HB-RF-USB-2 stecken kannst und das damit dann das RPI-RF-MOD an einer optimalen Stelle ist um alle deine HomeMatic/homematicIP Funkkomponenten optimal zu erreichen.
Ok, und da ich da wirklich Laie bin und noch nie was zusammengebaut habe, außer die Platine von meinem alten Raspberry Pi 2 in's Gehäuse geschraubt zu haben ;-), ich kaufe also ein HB-RF-USB-2 oder HB-RF-ETH, dazu ein RPI-RF-MOD und das steck ich dann da einfach auf die Pin-Leiste, richtig? Und wie kriegt das ganze Zeugs Strom? Beim HB-RF-USB-2 könnte das ja theoretisch noch über USB passieren, aber beim HB-RF-ETH? Sorry, wenn das eine dumme Frage ist, aber ich seh da spontan keinen Anschluss für Netzteil o.ä.

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Re: [GELÖST] Betrieb RaspberryMatic ohne Funk-Module, dafür mit Funk-Gateway HMIP-HAP möglich ?

Beitrag von jmaus » 18.02.2021, 14:47

obartelt hat geschrieben:
18.02.2021, 14:26
jmaus hat geschrieben:
18.02.2021, 11:51
Na ob du ein HB-RF-USB-2 oder ein HB-RF-ETH nimmst um darauf dann ein RPI-RF-MOD zu stecken bleibt dir und deinen Wünschen überlassen. Wie der Name schon sagt steckt man das HB-RF-USB-2 via USB Kabel an seinen virtuellen Host und das HB-RF-ETH positioniert man irgendwo (am besten am gleichen Switchsegment) innerhalb seines LAN. Bevorzugen würde ich persönlich immer das HB-RF-USB-2, wenn das möglich ist denn damit sind die Latenzzeiten garantiert geringer als mit einem HB-RF-ETH das ggf. wegen hoher switchauslastung oder sonstiger problem im LAN dann doch mal nicht erreichbar sein kann. Aber wie gesagt hängt das von deiner Nutzungs bzw. Use-Case ab und nur du kannst wissen ob neben deinem virtuellen Hostsystem du noch einen USB Anschluss in der Nähe hast wo du ein 2 Meter USB-Kabel an das HB-RF-USB-2 stecken kannst und das damit dann das RPI-RF-MOD an einer optimalen Stelle ist um alle deine HomeMatic/homematicIP Funkkomponenten optimal zu erreichen.
Ok, und da ich da wirklich Laie bin und noch nie was zusammengebaut habe, außer die Platine von meinem alten Raspberry Pi 2 in's Gehäuse geschraubt zu haben ;-), ich kaufe also ein HB-RF-USB-2 oder HB-RF-ETH, dazu ein RPI-RF-MOD und das steck ich dann da einfach auf die Pin-Leiste, richtig? Und wie kriegt das ganze Zeugs Strom? Beim HB-RF-USB-2 könnte das ja theoretisch noch über USB passieren, aber beim HB-RF-ETH? Sorry, wenn das eine dumme Frage ist, aber ich seh da spontan keinen Anschluss für Netzteil o.ä.
Ja, du steckst die HB-RF-XXX und das RPI-RF-MOD im Grunde nur zusammen und steckst beides am besten in ein ELV-Charly gehäuse, denn da passen die dann perfekt rein.

Den Rest solltest du prinzipiell auch in der Dokumentation bzw. bei der Bestellung des HB-RF-XXX erfahren. Aber gut: den HB-RF-USB-2 steckst du ja via USB an deinen Host, also ja, er bekommt darüber Strom. Den HB-RF-ETH versorgst du entweder über Power-of-Ethernet (PoE) wenn du solch einen fähigen Switch und die PoE Option beim HB-RF-ETH dazu gekauft hast oder du nutzt da eben ein entsprechend starkes microUSB Netzteil um die Platine samt RPI-RF-MOD mit Strom zu versorgen.

Aber nun kommt der Knackpunkt: Nur das HB-RF-USB-2 gibt es als fertig zusammengelötetes Produkt zu kaufen (inkl. Aufpreis). Das HB-RF-ETH gibt es nur als Bausatz und folglich musst du da schon den Lötkolben schwingen oder jemanden finden der es dir zusammenlötet.

So, nun aber genug Fragen beantwortet: Probieren geht über studieren und selbst ist der Mann! :mrgreen:
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Re: [GELÖST] Betrieb RaspberryMatic ohne Funk-Module, dafür mit Funk-Gateway HMIP-HAP möglich ?

Beitrag von deimos » 18.02.2021, 15:00

Hi,

HB-RF-USB-2: Strom per USB (auf keinen Fall die RPI-RF-MOD Buchse mit Strom versorgen!)
HB-RF-ETH: Strom per Micro-USB, PoE oder über die Buchse des RPI-RF-MOD. Das RPI-RF-MOD darf dabei nur mit Strom versorgt werden, wenn über die anderen beiden Varianten keine Spannung anliegt.

Viele Grüße
Alex

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Re: [GELÖST] Betrieb RaspberryMatic ohne Funk-Module, dafür mit Funk-Gateway HMIP-HAP möglich ?

Beitrag von obartelt » 18.02.2021, 15:30

Alles klar, danke an alle!

Dumme Off-Topic-Abschlussfrage: da die fertig zusammengelöteten Teile zusammen mit Gehäuse schon gleich viel oder mehr als die CCU3 kosten: welche Nachteile hätte ich denn durch den Einsatz einer CCU3? Ich weiß, das ist auch ein bisschen eine Philosophie-Frage, aber von den Specs her scheint die ja gar nicht so viel schlechter zu sein und Sachen wie XML-API etc. kann ich da ja auch drauf installieren, soweit ich gesehen habe, richtig?

Sprich: gibt es *den* einen Grund (oder mehrere), warum man zwingend auf RaspberryMatic o.ä. setzen sollte?

Danke, danach war's das dann auch erstmal wieder von mir! ;-)

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Re: [GELÖST] Betrieb RaspberryMatic ohne Funk-Module, dafür mit Funk-Gateway HMIP-HAP möglich ?

Beitrag von jmaus » 18.02.2021, 15:50

obartelt hat geschrieben:
18.02.2021, 15:30
Sprich: gibt es *den* einen Grund (oder mehrere), warum man zwingend auf RaspberryMatic o.ä. setzen sollte?
Nein, den gibt es nicht. Aber dann hast du auch das nicht mitbekommen: Auf einer CCU3 kann man übrigens auch RaspberryMatic installieren da eine CCU3 nichts anderes ist wie ein RaspberryPi3b mit einem vorinstallierten RPI-RF-MOD.
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Re: [GELÖST] Betrieb RaspberryMatic ohne Funk-Module, dafür mit Funk-Gateway HMIP-HAP möglich ?

Beitrag von obartelt » 18.02.2021, 15:53

jmaus hat geschrieben:
18.02.2021, 15:50
obartelt hat geschrieben:
18.02.2021, 15:30
Sprich: gibt es *den* einen Grund (oder mehrere), warum man zwingend auf RaspberryMatic o.ä. setzen sollte?
Nein, den gibt es nicht. Aber dann hast du auch das nicht mitbekommen: Auf einer CCU3 kann man übrigens auch RaspberryMatic installieren da eine CCU3 nichts anderes ist wie ein RaspberryPi3b mit einem vorinstallierten RPI-RF-MOD.
Danke, die Aussage reicht mir! :-)

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